Putzstrukturen und Farbkonzept für ein Einfamilienhaus aus den 1970er-Jahren in Kleve

Bei der Modernisierung eines Einfamilienhauses in Kleve setzte die Peter und Josef Janßen Malerbetrieb GmbH gemeinsam mit Brillux bewusst Materialkontraste ein. Mit Kreativtechniken und Digitaldrucktapeten entstand so ein Interieur der Gegensätze, die sich aber harmonisch ergänzen.

Schon am Eingang des rund 50 Jahre alten Wohnhauses in Kleve wird die kreative Handschrift der Gestaltung spürbar. Das Gebäude hat seine Weitläufigkeit nach der Modernisierung zwar behalten, besticht heute aber zusätzlich durch neu definierte Zonen und Konturen im Innenraum. Im Entrée überrascht ein dunkles Anthrazitgrau in Samtoptik, akzentuiert durch changierendes Gold. Hier, wo Licht und Textur aufeinandertreffen, offenbart sich das Konzept des gesamten Gebäudes: eine extravagante und doch wohnliche Atmosphäre in Kombination mit gezielter Strukturierung großer Flächen.

Die Wandfläche im Entrée, gestaltet mit ?Creativ Tenero 84? in dunklem Grau, beeindruckt durch ihre samtige Textur und die dezente metallische Optik Die Wandfläche im Entrée, gestaltet mit „Creativ Tenero 84“ in dunklem Grau, beeindruckt durch ihre samtige Textur und die dezente metallische Optik
Foto: Brillux

Die Wandfläche im Entrée, gestaltet mit „Creativ Tenero 84“ in dunklem Grau, beeindruckt durch ihre samtige Textur und die dezente metallische Optik
Foto: Brillux
Im Auftrag seines Kunden wandte sich Peter Janßen, Malermeister und Inhaber der Peter und Josef Janßen Malerbetrieb GmbH, an seinen Partner Brillux. Schon seit vielen Jahren vertraut er neben der Produktqualität vor allem auf die Beratung und den Service des Münsteraner Farbspezialisten. So auch bei diesem vielseitigen Projekt: Brillux-Innenarchitektin Tanja Knura entwickelte ein Gestaltungskonzept, das nicht nur mit dem bewussten Einsatz von Licht und Schatten überzeugte. Darüber hinaus kombinierte sie raffinierte Kreativtechniken mit Blickfängen wie Teppichen und Digitaldrucktapeten. „Das Gestaltungskonzept traf die Erwartungen unseres Kunden auf den Punkt“, betont Janßen. „Uns zeigt das einmal mehr: Brillux ist mehr als Farbe. Der Service und die Beratung auf Augenhöhe sind für unsere Arbeit sehr wertvoll.“

Inszenierung von Glanz und Haptik

Bereits beim Betreten des Hauses übersetzt sich das stimmige Konzept mit Liebe zum Detail in die Wohnrealität. „Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte des Hauses“, sagt Knura. Ganz bewusst setzte sie bereits in diesem Bereich Kontraste ein, die Tiefe erzeugen und dem Wunsch des Bauherrn nach individueller Gestaltung nachkommen. So band sie die Kreativtechnik Serico mit „Creativ Tenero 84“ in einem dunklen Grauton in die Gestaltung ein. Die wasserbasierte Effekt-Spachtelmasse zeichnet sich durch eine samtige Oberfläche mit dezenter metallischer Optik aus. Funktionsfüllstoffe im Material reduzieren den Schreibeffekt und sorgen für eine hoch strapazierfähige Fläche (Nassabriebbeständigkeit R-Klasse 1). Die Verarbeitung erfolgte in zwei Spachtelgängen mithilfe der „Venezianischen Glättekelle 1764“ auf einem glatt vorbereiteten Untergrund.

Die Kreativtechnik Casino mit ?Creativ Lucento 83? in Gold inszeniert zusätzlich den Eingangsbereich Die Kreativtechnik Casino mit „Creativ Lucento 83“ in Gold inszeniert zusätzlich den Eingangsbereich
Foto: Brillux

Die Kreativtechnik Casino mit „Creativ Lucento 83“ in Gold inszeniert zusätzlich den Eingangsbereich
Foto: Brillux
Gegenüber erzeugt die Casino-Technik einen eleganten Blickfang in Gold. Die metallische Oberflächenoptik erhält durch einen wiederholten Auftrag eine besondere räumliche Tiefe. Um diese Wirkung zu verstärken, vermischten die Handwerkerinnen und Handwerker im zweiten Arbeitsgang „Creativ Lucento 83“ mit dem Effektzusatz „Creativ Cristallo 183“. Die metallisch anmutende Gestaltung zieht sich wie ein roter Faden bis in die Galerie der ersten Etage und setzt den offenen Treppenbereich in Szene. Auch eine Holzkonstruktion als Trennwand zum Wohnbereich erhielt einen neuen Anstrich. Für ein besonders hochwertiges Finish lackierte das Team um Peter Janßen die Elemente mit „Hydro-PU-Tec Seidenmattlack 2088“.

Naturtöne und Betonoptik

Die Gestaltungsidee der visuellen Zonierung übertrug die Innenarchitektin konsequent auf alle Hauptbereiche des Hauses. So forderte im langen Küchenraum die dunkle Küchenzeile einen Ausgleich. „Hier war eine optische Auflockerung gefragt“, so Knura. „Als zentralen Blickfang wählten wir eine Digitaldrucktapete in Kirschblütenoptik, die die Grenzen des Raumes förmlich auflöst. Anstatt an einer festen Wand zu enden, öffnet sich das Zimmer optisch nach außen und lässt den Wohnraum fließend in die Natur übergehen.“

Der zentrale Raum im Erdgeschoss gliedert sich durch den mittig platzierten Kamin im Ess- und Wohnbereich. Im Hintergrund des Esstisches setzte das Team von Peter Janßen „Creativ Tenero 84“ in einem dunklen Grau ein. Die Wand verankert den Raum optisch am Kamin, dessen rote Backsteinoptik erhalten blieb. Um ihn als Herzstück des Raumes in Szene zu setzen, rückte die Fläche rundherum in den Fokus. „Hier wollten wir bewusst ein hochwertiges Produkt einsetzen, das unempfindlich ist und lange den edlen Look erhält“, sagt Janßen. Die Wahl fiel auf die matte Innendispersion „Sensocryl 266“. Sie schützt die beanspruchte Oberfläche, punktet optisch mit einem lackähnlichen Verlauf und hoher Beständigkeit.

Digitaldrucktapete Ziglinde verbindet Ess- und Wohnraum

Im Wohnbereich setzt sich die gegenüberliegende Wandfläche in einer grauen Betonoptik auf Grundlage von „Creativ Sentimento 78“ ab. Der Marmor-Feinputz liefert eine tuchmatte, leicht wolkige Oberfläche. Durch das Schichten und anschließende Verdichten des Materials mit der „Venezianischen Glättekelle 1764“ in mehreren Arbeitsgängen wird eine haptische Tiefenwirkung und die charakteristische Sichtbeton-Ästhetik erzeugt. Als kalkbasiertes Produkt trägt „Sentimento“ zusätzlich zur Regulierung des Raumklimas bei. Zusätzlich zu den Kreativtechniken sah das Gestaltungskonzept von Tanja Knura weitere Akzente vor.

Die Digitaldrucktapete im Motiv Ziglinde markiert kunstvoll den Übergang zum Wohnraum Die Digitaldrucktapete mit dem Motiv Ziglinde markiert kunstvoll den Übergang zum Wohnraum
Foto: Brillux

Die Digitaldrucktapete mit dem Motiv Ziglinde markiert kunstvoll den Übergang zum Wohnraum
Foto: Brillux
Das Kunstmotiv Ziglinde inszeniert den großzügigen Raum: Das angeschnittene Frauenporträt in tiefen Brombeertönen wirkt dabei nicht wie eine herkömmliche Tapete, sondern wie ein imposantes, direkt auf die Wand aufgetragenes Gemälde. Die spezifische Oberflächenstruktur der Tapete greift die Optik der weiß gestrichenen Klinkerfassade auf. So verschmelzen Innen- und Außenraum zu einer gestalterischen Einheit, während das Motiv wie ein handgemaltes Unikat die gesamte Wandfläche belebt. Zwei flauschige Teppichböden der Qualität Vertina in Anthrazit sorgen für eine gemütliche Atmosphäre.

Fazit

Mit professionellem Handwerk und einem mutigen Design verwandelten Janßen und sein Team das Architektenhaus in ein echtes Unikat. Der Malermeister fasst zusammen: „Am Ende ist es immer die Kombination aus hochwertigem Material, umfassendem Service und handwerklichem Know-how, die den Unterschied macht. Wir haben die Vision der neuen Gestaltung in die Realität übersetzt. Entstanden ist ein Zuhause, das bis ins kleinste Detail die Persönlichkeit der Bauherrenfamilie widerspiegelt und in dem sie sich rundum wohlfühlt.“

 

Autor

Martin Füchtenhans ist Produktmanager Raum-Design bei Brillux in Münster.

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