Vorwandmontage mit System

Brandschutzgerechte Vorwandmontage von neuen Fenstern eines sanierten Hochhauses in Köln-Seeberg

Ein zwölfgeschossiges Hochhaus in Köln-Seeberg wurde umfangreich modernisiert. Alle Fenster wurden durch energieeffiziente Elemente in Vorwandmontage ersetzt. Um die Anforderungen im Hochhausbau zu erfüllen, kam zur Befestigung der Fensterelemente das System „JB-D Plus“ von SFS zum Einsatz.

In Köln-Seeberg hat die Kölner Wohnungsgenossenschaft eG bis Juli 2025 ein zwölfgeschossiges Mehrfamilienhaus mit 63 Wohneinheiten energetisch und baulich modernisiert. Neben einem neuen Wärmedämmverbundsystem wurden Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen installiert. Die Sanierung umfasste außerdem die Erneuerung der Flachdächer, Fassaden und Balkone, die Instandsetzung der Tiefgarage sowie die Aufwertung der Außenanlagen. Ziel war es, den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen um rund 70 Prozent zu senken sowie Wohnkomfort, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu verbessern.

Wärme- und Schallschutz

Alle Wohnungen erhielten neue Fensterelemente, die den Wärmeschutz verbessern und je nach Lage einen Schallschutz zwischen 30 und 45 Dezibel bieten, entsprechend den Schallschutzklassen 2 bis 5. Verantwortlich für den Einbau war die Klaus Pfeil GmbH & Co. KG, die das Befestigungssystem „JB-D Plus“ von SFS einsetzte. In einzelnen Montagesituationen kamen zusätzlich „JB-W XL“-Winkel zum Einsatz. Die Montage erfolgte als Vorwandmontage mit geänderter Einbauposition: Von den 88 mm Bautiefe sitzen 26 mm in der Wand, der verbleibende Teil liegt im gedämmten Fassadenbereich und sorgt so für einen einheitlichen Anschluss an das Wärmedämmverbundsystem. Eine Folienabdichtung stellt zudem dauerhaft wind- und schlagregendichte Anschlüsse sicher.

Sicher befestigt am Hochhaus

Für den Einsatz in dem zwölfgeschossigen Gebäude mussten die Befestigungssysteme strenge statische und brandschutztechnische Anforderungen erfüllen. Dazu gehörten insbesondere Nachweise zur Tragfähigkeit unter den in dieser Höhe auftretenden Windlasten sowie die Verwendung von nicht brennbaren Bauteilen gemäß den Vorgaben der Hochhausrichtlinie. Die statische Dimensionierung erfolgte in enger Abstimmung mit SFS. Das Unternehmen stellte die erforderlichen Prüfwerte und technischen Unterlagen bereit und unterstützte die Planung bei der Auswahl geeigneter Befestigungspunkte. Zum Einsatz kamen „JB-D“- Schienen, die auf die veränderte Einbauposition in der Vorwandmontage abgestimmt und für die erforderlichen Lastabtragungen bemessen wurden. Neben der Materialauswahl wurde auch die Ausführung des gesamten Befestigungsaufbaus brandschutzgerecht geplant, um die geforderten Sicherheitsstandards im Hochhausbau einzuhalten.

Wirtschaftlich und praxisgerecht

Neben den erforderlichen technischen Nachweisen erlaubt das SFS-System „JB-D Plus“ Befestigungsabstände von bis zu 70 cm, was den Materialbedarf im Vergleich zu alternativen Montagesystemen um bis zu 40 Prozent reduziert. Die größere Distanz zwischen den Befestigungspunkten verkürzt zugleich die Montagezeit. Die kompakte Bauform erleichtert den Einbau auch bei begrenztem Platzangebot. Zudem ermöglicht das System sowohl eine werkseitige Vormontage als auch eine nachträgliche Justierung und erlaubt dadurch eine flexible Anpassung auf der Baustelle.

Darüber hinaus erfüllt das System Anforderungen an Schall- und Brandschutz, Einbruchhemmung (RC2) und statische Dimensionierung – Eigenschaften, die insbesondere bei der Vorwandmontage in großen Höhen von Bedeutung sind. Insgesamt wurden rund 250 Fensterelemente montiert, wobei sich die Montage durch die einfache Handhabung und den geringen Materialaufwand als besonders effizient erwies.

Spezielle Ausführung nach der Laibung

Walter Hochgürtel, zuständiger Bauleiter bei der Klaus Pfeil GmbH & Co. KG, erklärt: „Wir haben uns bei diesem Projekt bewusst für das Befestigungssystem ,JB-D Plus‘ von SFS entschieden, da es sich besonders für die Vorwandmontage eignet und uns gleichzeitig eine hohe statische Sicherheit im Hochbau bietet. Bei der speziellen Ausführung an der Abendrothstraße – nahe vor die Laibung gesetzt – waren präzise statische Nachweise unerlässlich. SFS hat uns dabei mit der technischen Beratung optimal unterstützt.“

Das Modernisierungsprojekt verdeutlicht, wie sich die hohen Anforderungen an Energieeffizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Hochhausbau in der Praxis miteinander verbinden lassen. Die Kombination aus sorgfältiger Planung, abgestimmter Ausführung und einem Befestigungssystem, das sowohl die statischen als auch die brandschutztechnischen Nachweise erbringt, ermöglichte eine sichere und effiziente Umsetzung.

Autor

Mathias Mandler ist Marketingleiter bei der SFS Group in Oberursel.

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