Hält negativem Wasserdruck langfristig stand: Langzeitprüfung für Triflex „ProPark“
12.02.2026Das rissüberbrückende Oberflächenschutzsystem „Triflex ProPark“ hat seine hohe Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Im Auftrag von Triflex führte das Institut für Material- und Bauforschung der Hochschule München eine umfassende Laboruntersuchung zur Druckwasserbeständigkeit des Systems durch. Geprüft wurden die Aufbauvarianten 1 bis 3 von „Triflex ProPark“, ausgeführt nach den Anforderungen der Oberflächenschutzklassen OS 10 gemäß RiLi-SIB sowie OS 11 a/b gemäß TR Instandhaltung von Betonbauwerken.
Die Prüfung diente der Bewertung der Systemperformance unter kombinierter Beanspruchung durch variable Rissbreiten und dauerhaft rückseitig anstehendem Wasserdruck. Die Tests erfolgten an Stahlbetonprüfkörpern, bewehrt mit zwei Betonstahlstäben mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Betondeckung von 35 mm.
Auch bei dauerhaftem Rückseitendruck von 200 kPa blieb „Triflex ProPark“ vollständig wasserdicht. Begleitende Haftzugtests bestätigten im Rissbereich Abreißfestigkeiten, die denen ungestörter Referenzzonen entsprechen.
Foto: Triflex
„Oftmals spielt bei der Planung rissüberbrückender OS-Systeme auf erdberührten Bauteilen die Eignung gegenüber negativem Wasserdruck eine entscheidende Rolle. Dies ist keine untergeordnete Anforderung, sondern kann bei falscher Annahme durch den sachkundigen Planer zu erheblichen Mängeln bis hin zum Totalausfall des Systems führen. Mit dieser Untersuchung wollen wir klare Ergebnisse auf Grundlage definierter Prüfbedingungen liefern“, erklärt Sebastian Lücke, Leiter Segmentmanagement Parkhaus bei Triflex.
Versuchsaufbau
Nach Applikation der „Triflex ProPark“-Aufbauten, bestehend aus Triflex „Pox Primer 116+“ als Sperr- sowie Haftgrundierung, der vliesarmierten „Triflex ProPark“- Abdichtungsebene und den verschiedenen Aufbauvarianten 1 bis 3, wurde in den Prüfkörpern ein definierter mittiger Biegeriss erzeugt. Die Druckwasserbeanspruchung erfolgte über seitlich angeordnete Bohrpacker, die den Riss gezielt kreuzten. Der Wasserdruck wurde stufenweise von zunächst 100 kPa auf bis zu 200 kPa (entspricht 20 m Wassersäule) erhöht. Parallel dazu wurde die Rissbreite schrittweise von 0,10 mm in 0,05-mm-Schritten bis auf ein maximales Kriterium von 0,60 mm eingestellt. Die Gesamtdauer der Prüfung betrug 210 Tage unter konstanten Laborbedingungen (20 °C, 50–65 % relative Feuchte).
Beständigkeit unter Extrembedingungen
Über den gesamten Prüfzeitraum von 210 Tagen kam es bei keiner der untersuchten Systemvarianten zu einem Wasserdurchtritt, selbst bei maximaler Druckwasserbeanspruchung von 200 kPa und einer Rissbreite von 0,60 mm, heißt es von Triflex. Auch systemrelevante Schäden wie Blasenbildung, Hohllagen oder Ablösungen wurden nicht festgestellt. Ergänzende Haftzugprüfungen nach Abschluss der Druckwasserbeanspruchung zeigten mittlere Abreißfestigkeiten von 2,15 N/mm² im Rissrandbereich und 2,33 N/mm² an Referenzstellen im ungestörten Bereich. Das Versagen trat überwiegend adhäsiv an der Grenzfläche von Beton zu Grundierung auf, vereinzelt kohäsiv im Beton, was auf einen weiterhin intakten Haftverbund des OS-Systems hinweist.
Hoch belastbares System
Das Oberflächenschutzsystem „Triflex ProPark“ gibt es in drei Systemvarianten.
Foto: Triflex
„Die Ergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag zur Planungssicherheit“, betont Sebastian Lücke. „Mit den Resultaten dieser unabhängigen und langfristig angelegten Prüfungen schaffen wir für Bauherren bzw. sachkundige Planer eine zusätzliche Sicherheitsebene. Diese wird in Gebieten relevant sein, die einen hohem Grundwasserstand aufweisen wie z.B. München, Berlin oder Hamburg. Im Neubau und in der Sanierung können so Tiefgaragenbodenplatten oder erdberührte Rampenzufahrten wirtschaftlicher ausgelegt werden. Die Untersuchungen zeigen, dass Triflex ,ProPark`auch unter kombinierten Randbedingungen aus negativem Wasserdruck und variabler Rissbewegung zuverlässig funktioniert.“ (bhw/ela)
Der vollständige Prüfbericht ist bei Triflex auf Anfrage erhältlich.
