Dichtungsschlämme im Spritzauftrag

„Multi-Baudicht (MB 2K)“ ist multifunktional einsetzbar und lässt sich als mineralische Dichtungsschlämme neben dem Schlämmauftrag mit dem Maurerquast auch mit der Glättekelle spachteln. Der Spritz­auftrag von „MB 2K“ ist mit baustellengerechter Maschinentechnik in der Anwendung wirtschaftlich.

Seit Juli 2017 gilt für die Abdichtung erdberührter Bauteile und Bauwerke die überarbeitete DIN 18 533. Neue Anwendungsbereiche und bewährte Abdichtungsstoffe fanden Eingang in die Norm, so auch mineralische Dichtungsschlämmen (MDS). Diese Abdichtungsbauart hat sich in der Praxis bewährt und findet nach DIN 18 533 Anwendung:

- als Horizontalsperre in und unter Wänden,

- als erdberührte Bauwerksabdichtung von Wänden und Bodenplatten aus Beton gegen Bodenfeuchtigkeit und Nichtdrückendem Wasser und

- als Sockelabdichtung am durch Spritzwasser belastetem Gebäudesockel.

Abdichtungsschritte beachten

Zuerst wird mit „Kiesol MB“ grundiert, um eine gleichmäßig saugende Oberfläche zu erhalten. Anschließend wird „MB 2K“ mit geeigneter Mischtechink aufbereitet. Danach erfolgt eine Kratzspachtelung mit „MB 2K“ um Blasenbildung zu vermeiden. Im letzten Schritt werden dann mindestens zwei flächige Spritzaufträge aufgebracht, um eine gleichmäßige, fehlstellenfreie Schichtdicke zu erhalten. Die Mindesttrockenschichtdicke beträgt 2 mm für die oben genannten Anwendungen.

Arbeiten mit der Peristaltikpumpe

Vor der Inbetriebnahme der Peristaltikpumpe wird diese mit klarem Leitungswasser gespült. Der Materialbehälter kann dann mit angemischtem „MB 2K“ top gefüllt werden und wird zwischen der Membran und der Förderscheibe vom Vorratsbehälter bis zur Spritzlanze gefördert. Aus der Spritzlanze wird „MB 2K“ durch die zugehörige 6 oder 8 mm Runddüse am Kopf mit Druckluft zerstäubt. Der Luftdruck appliziert das Material gleichmäßig an die Betonoberfläche. Die Zerstäubung erfolgt durch einen leistungsstarken Kompressor mit einer Abgabeleistung von mindestens 600 l/min. Mit der Peristaltikpumpe werden Förderweiten bis zu 20 m erreicht. Erfahrungsgemäß sollten nur Förderschläuche kürzer als 20 m zum Einsatz kommen, da aufgrund des Schlauchdurchmessers die Handhabung sonst zu umständlich wird.

Das Leistungsvermögen der Förderpumpe sollte man nicht voll auszuschöpfen, da das zu Beeinträchtigungen des Spritzbildes führt. Je mehr Materialauftrag in einem Spritzauftrag erfolgt, umso gröber wird die Oberfläche. Empfehlenswert ist der dünnschichtige, mehrlagige Auftrag von weniger als 3 kg/m². Die Pumpe wird nach Beendigung der Spritzarbeiten mit Wasser gesäubert. Vergleichbar der Reinigung von Mörtelpumpen ist dies mit Schwammkugeln kein Problem. Für die Rüstzeiten muss man etwa 10 bis 15 Minuten ansetzen. Das Schmutzwasseraufkommen bei der Reinigung ist gering und muss nicht als Sondermüll entsorgt werden.

Fazit

Nicht jede Kellerabdichtung lohnt sich auf Grund der Objektgröße für den Spritzeinsatz. Von Remmers befragte Handwerker geben mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit unterschiedliche Mindestgrößen für die abzudichtende Fläche an. Während einige schon ab 35 m² auf die Spritztechnik setzen, wenden andere diese Methode erst ab 100 m² Fläche an. Die geschilderte baustellentaugliche Spritztechnik von „MB 2K“ ist nicht nur normgerecht, sie weist auch ein ebenes Spritzbild mit breitem Einsatzspektrum auf und reduziert die körperlichen Belastungen des Mitarbeiters bei der Ausführung der Abdichtungsarbeiten auf der Baustelle.

Autor

André von Grönheim-Benten arbeitet als Anwendungstechniker RTS Bautenschutz bei der Remmers GmbH in Löningen.

Unser Video zeigt unter www.youtube.com/bauhandwerk das Verarbeitungsspektrum von „MB 2 K“, denn die maschinelle Spritzverarbeitung ist nur eine von vielen Methoden, wie sich die Bauwerksabdichtung verarbeiten lässt.

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