Feuchteregulierung für Frankfurter Klostermauern

Die Bausubstanz des 1246 gegründeten und bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts nach und nach erweiterten Karmeliterklosters in Frankfurt am Main besteht aus teilweise verputztem Bruchsteinmauerwerk und zeigte aufgrund der fehlenden horizontalen und vertikalen Sperrschichten starke Durchfeuchtungen, einhergehend mit Ausblühungen aufgrund der hohen Salz­be­lastung. Der Sanierungsumfang wurde bestimmt durch den Einbau neuer Installationen, die brandschutztechnische Gebäudeertüchtigung sowie durch notwendige Umbauten bei laufender Nutzung des Gebäudes und durchgängig geöffnetem Stadtarchiv.

Da die historische Bausubstanz nicht durch nachträgliche Abdichtungsverfahren geschützt werden konnte, wählten die Architekten, Nieper und Partner aus Darmstadt und Scheffler + Partner aus Frankfurt zur langfristigen und nachhaltigen Schadensbehebung den bei Sanierungen historischer Gebäude bevorzugt eingesetzten Feuchteregulierungsputz Exzellent aus dem Hause MC Bauchemie mit Poraver Blähglasgranulat als mineralischem Leichtfüllstoff.

Aufgrund spezieller Additive und der einzigartigen Porengeometrie verfügt der Fertigputz über eine sehr diffusionsoffene Struktur. Die Porengeometrie, kombiniert mit dem hohen Kalkanteil des nicht hydrophobierten Putzes, ermöglicht eine bis zu 15-mal höhere Ausdunstungsleistung gegenüber herkömmlichen Sanierputzen. So gelangt die Mauerwerksfeuchtigkeit ungehindert an die Putzoberfläche. Die enthaltenen schädlichen Salze werden mit abtransportiert und können sich nicht mehr ablagern und schädigend auf die Baukonstruktion auswirken.

In drei Bauabschnitten wurden insgesamt 750 m2 behutsam in Stand gesetzt: das Kellergewölbe der Gaststätte, die Brüstungsmauern des Kreuzgangs, innen und außen und Wandflächen im Außenbereich. Im Kellergewölbe musste vorbereitend Farbe vom Bruchsteinmauerwerk und an den Außenwandflächen Altputz entfernt werden.

In allen drei Sanierungsabschnitten brachten die Handwerker dann den Feuchteregulierungsputz Exzellent erst als Vorspritzputz und danach als Maschinenputz in unterschiedlichen Schichtdicken auf. Um die erhöhte Feuchte-Regulierung des Putzes sicherzustellen, wurde abschließend ein hoch diffusionsfähiger Anstrich auf Silikatbasis aufgetragen.

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