Innendämmung zweier Dachgeschossneubauten mit Knauf Rotkalk in-System in Berlin

In der Eberswalderstraße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg sind auf einem Altbau zwei neue Dachgeschosswohnungen entstanden. Das neu erbaute Dachgeschoss wurde mit dem „Rotkalk in-System“ von Knauf energieeffizient ausgebaut, gedämmt und verputzt.

Das Klima im Dachboden des Mehrfamilienhauses ist angenehm, die Luft riecht frisch. Unter dem Weiß der frisch verputzten Wände schimmert ein zarter rötlich-brauner Farbton hindurch, der den Raum gemütlich macht. Es ist das warme Ziegelrot des darunterliegenden Rotkalkputzes. Ein wohngesundes Naturmaterial, von dem sich der private Bauherr begeistern ließ. Geplant von Architekt Martin Prieß vom Berliner Büro Haberland Architekten wurde das Dachgeschoss aufwändig ausgebaut. Das 1936 erbaute sechsstöckige Haus erhielt ein komplett neues Dachgeschoss mit zwei modernen, 160 m2 großen Wohnungen mit Rundbogengaube und einem Gründach mit Dachterrasse, von der aus man einen fantastischen Blick über die Stadt hat.  

Vulkangestein-Dämmplatten mit Rotkalkputz

Im Zuge der energetischen Sanierung sollten die Brandwände an den Giebelseiten der Dachgeschosswohnungen mit einer Innendämmung versehen werden. Eine Außendämmung war hier wegen der Grenzbebauung nicht möglich. Die Steildachflächen mit den Gaubenvorbauten wurden mit einer Zellulose-Einblasdämmung gedämmt. Hier war eine Wandheizung vorgesehen, um ein gemütliches Raumklima am Sitzplatz zu schaffen. Da dem Auftraggeber ein Ausbau mit umweltfreundlichen und wohngesunden Materialien wichtig war, schlug Fachunternehmer Jörg Springer „Knauf Rotkalk“ vor. Der Stuckateurmeister hat bereits mehrere große Objekte mit dem Naturmaterial ausgeführt. Das „Rotkalk in-System“ besteht aus der Dämmplatte „Knauf Rotkalk in-Board 045“ aus kapillaraktivem vulkanischem Perlitgestein und einem mehrkomponentigen Putzaufbau aus Rotkalk. Es erfüllt die Anforderungen an eine hocheffiziente, moderne Innendämmung. „Der Wandaufbau ist vom Wandbildner bis zur obersten Farbschicht durch und durch mineralisch und diffusionsoffen. Das ist gut für die Feuchteregulierung und sorgt so für ein wohngesundes Raumklima“, erläutert Jörg Freimuth, Gebietsleiter Berlin bei Knauf. Dank seiner dauerhaften Alkalität bietet Rotkalk keine Lebensgrundlage für Schimmelpilze und baut außerdem noch störende Gerüche ab, die zum Beispiel beim Kochen entstehen, und nimmt Schadstoffe aus der Luft auf. Auch Architekt Martin Prieß setzt gerne mineralische Systeme wie Kalkputze beim Wohnungsbau ein.  

Einfache Verarbeitung mit toller Ausstrahlung

Die „Rotkalk in-Board 045“ Dämmplatten lassen sich einfach mit einem Cutter oder dem Fuchsschwanz zuschneiden. Sie werden durch vollflächige Verklebung mit einer etwa 5 mm dicken Auflage aus „Rotkalk in-Klebemörtel“ auf die Wände aufgebracht. Diese hatten die Handwerker zuvor mit dem Ausgleichsputz „Rotkalk Grund“ egalisiert. Anschlussprofile an Fenstern und Türen sorgen für luftdichte Anschlüsse und verhindern Wärmebrücken. Auf die Dämmplatten kam zunächst „Rotkalk Grund“ in etwa 15 bis 20 mm Dicke, darauf „Rotkalk Fein“ mit vollflächiger Gewebearmierung in 3 bis 5 mm Dicke. Das Gewebe auf alkalischer Basis nimmt Spannungen des Naturmaterials Kalkputz auf. Es sorgt in Verbindung mit der zwei Mal aufgetragenen „Rotkalk Glätte“ – hier in feiner Körnung in weißem Farbton – für eine geglättete Oberfläche. Dieser Putzaufbau wurde auf sämtliche Wände in den beiden Dachgeschosswohnungen aufgebracht. Jörg Springer schwärmt: „Der Rotkalkputz ist sehr angenehm zu verarbeiten. Unsere Jungs sind schon echte Fans.“ Die authentische, warme Ausstrahlung des Materials habe auch den Bauherrn begeistert, berichtet der Fachunternehmer. Natürliche Farb- und Strukturnuancen machen die Flächen spannend und passen zum Flair des Altbaus mit dem warmtonigen rötlich-braunen Holzboden.  

Wandheizung unter Rotkalkputz

Auch die gewünschte Wandheizung an den Steildachflächen konnte gut in das Rotkalkputzsystem integriert werden. Nachdem die OSB-Platten mit Gipsplatten verstärkt und mit Sperrgrund abgedichtet worden waren, konnten die Heizstränge an den Befestigungsschienen montiert werden. Der gesamte Heizungsaufbau verschwand schließlich unter einer 15 bis 20 mm dicken Auflage aus „Rotkalk Grund“. „Durch die Dachschräge war es etwas kniffelig, eine einheitliche Schichtstärke mit dem Filzglätter aufzubringen, aber auch hier konnten wir eine glatte Fläche hinbekommen“, freut sich Jörg Springer. Auf „Rotkalk Grund“ kam eine Armierung mit „Rotkalk Fein“ und „Rotkalk Glätte“, genau wie bei der Innendämmung.  

Gutes Klima auch im Treppenhaus

Rotkalk sorgt nicht nur an sämtlichen Wänden in den Dachgeschosswohnungen für ein angenehmes Raumklima und eine gute Luftqualität: Der Bauherr ließ den Rotkalkputz kurzerhand auch im gesamten Treppenhaus des Mehrfamilienhauses auftragen. Damit auch im Treppenhaus die Wände gut aussehen und Schimmel keine Chance hat – und auch wegen der raumklimatischen geruchsbindenden Eigenschaften, die das Naturmaterial auszeichnen.

 

Autor

Carsten Böhme ist Marktmanager Putz- und Fassadensysteme bei der Knauf Gips KG in Iphofen.

Baubeteiligte (Auswahl)

 

Architekt und Bauleitung Haberland Architekten, Architekt Martin Prieß, Berlin, www.haberland-berlin.de 

Dämm- und Ausbauarbeiten Springer Putzsysteme, Stuckateurmeister Jörg Springer, Berlin, www.springer-putzsysteme-gmbh.de 

Fachberatung Jörg Freimuth, Knauf Gips, Iphofen, www.knauf.de 

Dämm- und Putzsysteme Knauf Gips, Iphofen, www.knauf.de

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