Kirche in Rheine wird Kolumbarium

Eine sicher naheliegende Nutzung für eine funktionslos gewordene Kirche ist ein Urnenfriedhof (Kolumbarium). Hierzu hat sich die Gemeinde St. Dionysius in Rheine entschlossen und das Architekturbüro behet bondzio lin architekten aus Münster mit der Umbauplanung für die profanierte Filialkirche St. Michael beauftragt. Nach Abschluss der gut zweijährigen Umbauarbeiten konnte die Begräbnisstätte im 1960 erbauten Gotteshaus eingeweiht werden. Wo einst Sitzbänke standen, werden nun Urnen in großen „Regalen“ aus rötlichem Apfelholz aufbewahrt. Deren Rasterung entlehnten die Architekten den Fensterfronten der aus Ziegelquadraten gemauerten Fassaden. Das Seitenschiff bietet Raum für Zeremonien und Abschiedsfeiern. Außergewöhnlich ist bei diesem Umbau sicher die so genannte „Ewige Ruhe“: Ein im Sandsteinpodest zur Erde hin offener Raum, im dem die Asche aus den Urnen nach Ablauf der Ruhezeit von mindestens 15 Jahren zur Erde gegeben werden kann.

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