Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist gut, sich um Menschen zu kümmern, die aus Not aus anderen Ländern zu uns kommen. Es ist gut, sich um Menschen zu kümmern, die mit der Beschleunigung unserer Gesellschaft nicht mehr Schritt halten können und ins soziale Abseits geraten. Es ist gut, sich wenigstens um die Grundbedürfnisse dieser Menschen zu kümmern. Dies ist Aufgabe der Politik, aber nicht nur, es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Eines dieser Grundbedürfnisse ist das Wohnen. Wir müssen also dafür sorgen, dass auch nach Jahren eines einigermaßen ausgeglichenen Wohnungsmarktes bezahlbarer Wohnraum für alle entsteht. Denn schon jetzt ist für die sogenannten sozial Schwachen Wohnraum wieder zu einer Mangelware geworden. Gründe dafür gibt es viele: der gesunkene Bestand an sozialem Wohnungsbau, gestiegene Standards und Baukosten sowie teure und rare Grundstücke vor allem in den Städten. Auch das politische Scheitern der Sonder-AfA Anfang Juli, also der geplanten Sonderabschreibungen zur Förderung des Mietwohnungsneubaus, macht die Situation am Wohnungsmarkt nicht besser. Gut, dass sich viele Verbände und Initiativen derzeit trotzdem diesem wichtigen Thema widmen. Die gemeinsam vom Deutschen Architekturmuseum, Bundesbauministerium und Bauverlag gegründete „Initiative bezahlbarer Wohnungsbau“ ist eine davon. Auch dass der GdW, der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, mit seinen rund 3000 Mitgliedern das bezahlbare Wohnen auf Platz eins der wichtigsten strategischen Herausforderungen gesetzt hat (siehe Grafik), ist ein deutliches Indiz für die Bedeutung des bezahlbaren Wohnens.

Und es gibt Unternehmen, die gehen – was den bezahlbaren Wohnungsbau anbelangt – mit gutem Beispiel voran: Die Howoge aus Berlin ist eines davon. Für ihr vorbildliches Verhalten in Sachen Qualität auch bei niedrigen Baukosten wurde sie zu Beginn dieses Jahres für die Berliner Treskow-Höfe mit dem Deutschen Bauherrenpreis in der Kategorie Neubau ausgezeichnet. Bei den Neubauten in der Berliner Treskowstraße, die wir ab Seite 19 in dieser Ausgabe der bauhandwerk vorstellen (die allerdings nichts mit den Treskow-Höfen zu tun haben) treibt das Berliner Wohnungsunternehmen gemeinsam mit dem Projektentwickler Quattrohaus den bezahlbaren Wohnungsbau noch weiter voran. Sie tut dies erstmals mit vorgefertigten Bauteilen aus Beton, was sowohl zu kurzen Bauzeiten als auch geringen Kosten führt.

Viel Erfolg bei der Arbeit wünscht Ihnen

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