Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Als ich Mitte Februar dieses Jahres nach Hoppegarten in der Nähe von Berlin fuhr, tat ich dies mit gemischten Gefühlen. Nicht aus Angst, mich bei der Bahnfahrt mit dem Corona-Virus anstecken zu können, sondern weil ich ehrlich gesagt nicht genau wusste, was mich da auf der Hausmesse der BSU Holding GmbH erwarten würde. Die interessanten Gespräche an den Messeständen in der Werkshalle haben mich dann allerdings dazu bewogen, einen weiteren Tag zu bleiben.

Wirklich überrascht hat mich die Art und Weise, wie der eingeschossige Büroneubau in der Werkshalle entstanden ist. Mit einem Tablet in der Hand kann ich überall in die Wand- und Deckenkonstruktionen „hineinschauen“. Das liegt aber nicht an einer „Röntgenkamera“ im Tablet, sondern daran, dass das gesamte Gebäude mit Building Information Modelling (kurz BIM) geplant und auch gebaut wurde. Dieses Verfahren auf Grundlage digitaler Modelle und vorgefertigter, standardisierter Bauelemente erlaubt nicht nur einen hohen Automatisierungsgrad, sondern bietet insbesondere für Aufstockungen und Erweiterungen eine Vielzahl von Vorteilen. Ich beschloss, dass es darüber auf jeden Fall in der bauhandwerk zu berichten gilt. Den Beitrag finden Sie ab Seite 12 in diesem Heft.

Und natürlich wirkt sich die Corona-Krise nicht nur auf unsere Reisefreiheit aus. Weitere Grundrechte bleiben zumindest eingeschränkt. Und auch die Auswirkungen auf die Bauwirtschaft sind gravierend. Wie eine im Februar und März von der Heinze Marktforschung durchgeführte Studie zeigt (siehe Grafik oben), war die Baubranche Ende Februar noch der Meinung, dass es wieder aufwärts gehen würde. Die zweite Befragung im März spiegelt dann die gedrückte Stimmungslage der Bauindustrie und vor allem die schlechten Erwartungen an das zweite und dritte Quartal des Jahres wider: 84 Prozent der Entscheider erwarten im zweiten Quartal eine Verschlechterung der Situation. Jedoch äußerten sich der VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen und der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) in einer gemeinsamen Online-Pressekonferenz Mitte Mai deutlich positiver, als die Umfragen dies erwarten ließen. Die Baumaschinenbranche rechnet mit einem Umsatzrückgang von 10 bis 30 Prozent zum Jahresende. Das ist einschneidend, aber bei weitem nicht so dramatisch wie in den Jahren 2008 und 2009. Die Bauindustrie erwartet bei allen Einschränkungen, die derzeit bei der Aussagekraft einer Prognose gemacht werden müssen, für das Bauhauptgewerbe im Jahr 2020 aktuell eine nominale Stagnation des baugewerblichen Umsatzes.

 

Viel Erfolg bei der Arbeit und bleiben Sie gesund

Die Bauindustrie erwartet für das Bauhauptgewerbe 2020 eine nominale Stagnation des Umsatzes
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