Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Meine Hauptschule, die in den 1970er Jahren noch Mittelpunktschule hieß, bestand aus eingeschossigen Backsteinbauten, die sich um eine in ihrer Höhe alle Gebäude überragende Turnhalle versammelten. Nicht nur eine Längsseite der Turnhalle war haushoch einfach verglast, sondern auch sämtliche Fenster und Türen. Die Außenmauern und Dächer waren ungedämmt. Die meisten Gemeinden täten sich heute schwer damit, für eine solche Lehranstalt die energetischen Kosten aufzubringen.

Aber auch heute noch sind viele Schulen im Bundesgebiet in einem vergleichsweise schlechten Zustand. Dafür, dass dieser Sanierungsstau ins Rollen kommt, sorgt das Konjunkturpaket II. An vielen der seit den 1950er Jahren erbauten Schulen laufen die Arbeiten. Vor allem die energetische Verbesserung steht dabei im Mittelpunkt. In Schulen können Handwerker aber auch im Fach Brand- und Schallschutz noch so manches lernen. Der in dieser Ausgabe der bauhandwerk ab Seite 54 beschriebene Umbau eines ehemaligen Wirtschaftsgebäudes in Neuruppin in eine Grundschule bekommt im Fach Brandschutz jedenfalls von uns die Note 1. Worauf im Klassenzimmer in Sachen Akustik geachtet werden muss, darüber unterrichtet Martin Lenzer den Leser ab Seite 56. Beide Beispiele zeigen, welche Bedeutung der Trockenbau in der Schulsanierung hat.

Trockenbau war auch das Lieblingsfach der Handwerker bei der Modernisierung eines aus den 1950er Jahren stammenden Grundschulgebäudes in Haar bei Frankfurt (ab Seite 50). Diese war Teil einer vom Bundes-Investitionsprogramm „Zukunft, Bildung und Beruf“ geförderten Maßnahme, die es dem Schulzentrum ermöglichte, ideale Lernbedingungen für den Ganztagsunterricht zu schaffen.

Wirklich etwas gelernt hat auch die Staatliche Kunstsammlung Dresden – und zwar aus dem verheerenden Hochwasser von 2002: Um die wertvolle Kunst im Albertinum vor Überflutungen zu schützen, kamen die Mitarbeiter vom Büro Staab Architekten auf die geradezu geniale Idee, die unersetzlichen Werke in einem zweigeschossigen Dachbaukörper über dem 60 m langen Innenhof des Gebäudes unterzubringen. Wie dies geschah, erfahren Sie in unserem Top Thema ab Seite 6.


 

Viel Erfolg bei der Arbeit wünscht

In Schulgebäuden können Handwerker im Fach Brand- und Schallschutz noch so manches lernen

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