Massive Wohnbauplatte

Eine Trockenbauplatte, die fünfmal härter ist als verputzter Porenbeton? Doch, das gibt es! Rigips bietet mit „Habito“ eine solche Platte für den Wohnungsbau an, die sich so schnell und einfach verarbeiten lässt wie eine reguläre Hartgipsplatte.

Beim Bau von 27 Wohneinheiten in Ochtrup entschieden sich Architekt Dieter Denne vom verantwortlichen Architekturbüro schmiegel & denne und die Investoren der Fansation Handels- und Veranstaltungs GmbH auf Vorschlag des Tischlermeisters Dirk Coßmann aus Ahaus für ein geradezu revolutionäres System für den Wohnungsbau: „Die Trennwände waren zunächst als klassische Ständerwände mit Mineralwolledämmung und einer beidseitigen, doppellagigen Beplankung aus normalen Gipsplatten in 2 x 12,5 mm ausgeschrieben. Parallel hatte unser Ausbauteam allerdings die Gelegenheit, die neue ,Rigips Habito’ kennenzulernen“, erinnert sich Coßmann. „Diese 12,5 mm dicke Platte wurde von Rigips im Februar vergangenen Jahres als massive Wohnbauplatte auf den Markt gebracht. Und nach unseren bislang gesammelten Erfahrungen trifft es diese Beschreibung sehr gut: Die Platte lässt sich schnell und einfach verarbeiten ähnlich einer regulären Hartgipsplatte, ist dabei aber rund fünfmal härter als beispielsweise verputzter Porenbeton.“

Dank des massiven Charakters der Platte reichte in Ochtrup bereits eine einfache Beplankung des Ständerwerks, um eine wesentlich stabilere Gesamtkonstruktion als ursprünglich geplant zu erstellen. Das Ergebnis: Insgesamt errichteten Dirk Coßmann und seine Mitarbeiter rund 2500 m2 Wandfläche. Durch den schmaleren Wandaufbau ergab sich ein Netto-Zugewinn an zu vermietender Wohnfläche von 25 m2, woraus sich nach heutigem, ortsüblichen Quadratmeterpreis zusätzliche Mieteinnahmen von rund 2500 Euro pro Jahr erzielen lassen.

Aus Sicht des Fachhandwerkers kommen noch weitere Vorteile hinzu: Durch den Wegfall der zweiten Beplankungslage wird der Baufortschritt deutlich gestrafft. Die mit „Rigips Habito“ beplankten Wände übersteigen die Leistungswerte von Massivwänden etwa in puncto Oberflächenhärte und Schallschutz erheblich, bieten darüber hinaus aber die entscheidenden Vorteile des klassischen Trockenbaus: Wände und Grundrisse lassen sich flexibel und schnell anpassen, wochenlange Austrocknungszeiten, wie sie bei gemauerten Wänden nötig wären, entfallen komplett.

 

Unkomplizierte Montage

„Trotz des massiven Charakters ist die Platte leichter als etwa Gipsfasersysteme und gleichzeitig denkbar einfach zu verarbeiten. Ganze Platten brauchen zum Beispiel nur einseitig mit einem Cuttermesser angeritzt zu werden und können dann sauber an der gewünschten Kante gebrochen werden. Für den Zuschnitt an Randbereichen verwenden wir als Profis eine Kreissäge mit Staubabsaugung“, so Dirk Coßmann. Mit dem CW-Ständerwerk verschraubt werden die Platten mit den „HartFix Schnellbauschrauben“ von Rigips. An den UA-Profilen etwa im Bereich der Türrahmen erfolgt die Montage am besten – so die Erfahrung des Trockenbauprofis auf der Ochtruper Baustelle – mit normalen Trockenbauschrauben des Herstellers mit Bohrspitze. „Und auch bei der Wahl des Schraubwerkzeuges zeigt sich die neue Platte flexibel. Einige unserer Mitarbeiter haben mit Akku-Impulsschraubern gearbeitet, andere griffen lieber auf einen kabelgebundenen Trockenbauschrauber zurück. Die Verarbeitung war in beiden Fällen unproblematisch“, so Tischlermeister Coßmann.

 

Schwere Lasten ohne Dübel befestigen

Und die Vorteile für die Mieter? Hoher Schallschutz, mehr Wohnfläche, gutes Raumklima dank des Baustoffs Gips – aus Sicht von Dirk Coßmann alles korrekt. Unmittelbar wahrnehmen werden die zukünftigen Bewohner jedoch vor allem die „Stärke“ ihrer Innenwände. „Eine einzelne Schraube, ohne Dübel mit einem einfachen Schraubendreher angebracht, trägt Gewichte von bis zu 30 kg. Für viele wird das eine neue Erfahrung sein: Schwere Regale, Flachbildschirme oder Küchenschränke können mit einfachstem Werkzeug und ohne Dübel oder zusätzliche Konstruktionen wie Traversen an den Wänden befestigt werden. Gleichzeitig sind die Wände dank der robusten Platten­oberflächen dauerhaft vor mechanischen Einwirkungen geschützt. Wer es nicht besser weiß, wird diese Wände nicht mit dem Begriff Leichtbau in Ver­bindung bringen“, meint Coßmann. „Rigips Habito“ ist eine Platte mit Nehmerqualitäten und enormem Potenzial für den Wohnungsbau, davon ist der Tischlermeister überzeugt. Nicht zuletzt dank einiger „Selbstversuche“ in der betriebseigenen Werkstatt: „Wir haben die Platte schon einigen Härtetests unterzogen, und ich kann bestätigen: Eine zwischen zwei mit ,Rigips Habito’ beplankten Wänden angeschraubte Klimmzugstange hält auch den Schwergewichten im Kollegenteam problemlos stand“, meint Dirk Coßmann

 

Autoren

Martin Büsch ist Leiter Kommunikation und Marketing, Karin Melder Projektmanagerin für Messen, Events und Promotion bei der Saint-Gobain Rigips GmbH in Düsseldorf.

„Trotz des massiven Charakters ist die Platte leichter als etwa Gipsfasersysteme und gleichzeitig denkbar einfach zu verarbeiten“

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