Oberste Geschossdecke dämmen

Durch die neue EnEV 2014 kommen auf Eigentümer von Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten mit bislang ungedämmten obersten Geschossdecken Nachrüstverpflichtungen zu. Mit der Einblasdämmung isofloc gibt es für diese Fälle eine ressourcenschonende und leicht zu verarbeitende Systemlösung auf Zellulosebasis.

Als ungedämmte Decke im obersten Geschoss gilt nach DIN 4108-2 ein U-Wert von ≥ 0,91 W/m²K. Betondecken ohne zusätzliche Dämmschichten und Konstruktionen von Holzbalkendecken gelten dementsprechend als „ungedämmt“. Sie fallen unter die EnEV-Nachrüstpflicht: Der geforderte U-Wert nach der Dämmung beträgt ≤ 0,24 W/m²K.

Die Investitionskosten zur Erstellung nachträglicher Dämmungen bei obersten Geschossdecken sind vor allem dann besonders wirtschaftlich, wenn – das richtige Verfahren und das geeignete Material vorausgesetzt – möglichst frühzeitig saniert wird. Nach einer Studie des FIW München (Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V.) verzeichnet Zellulose im Vergleich mit anderen Dämmstoffgattungen die kürzeste energetische Amortisationszeit. Die Zellulosedämmung isofloc wird aus Tageszeitungspapier hergestellt, das so einer sinnvollen Zweitnutzung zugeführt wird. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass die Mieter bei der Verarbeitung von Zelluloseeinblasdämmung fast gar nicht belästigt werden, da die Arbeiten von geschulten Fachbetrieben ohne aufwändigen Materialtransport, Rüst- und Zusatzarbeiten meist in wenigen Stunden ausgeführt werden.

Bei der Ausführung muss kein Dämmmaterial durch das Treppenhaus transportiert werden, da die Flocken per Einblasschlauch gefördert werden. Je nach Konstruktion müssen die Handwerker eine vorhandene Dielung nur stellenweise öffnen, um mit einem Transportschlauch die Zellulosedämmung in den bestehenden Hohlraum zu blasen.

Sind keine Dielen vorhanden, tragen begrenzte Laufstege zur Kostenminderung bei. Wird eine vollflächige Begehbarkeit gewünscht, bieten sich ein wärmebrückenoptimierte Systeme wie das isofloc Dämmhülsensystem oder das Hufer-Dämmsystem (Bild oben) an, welche weniger Wärmebrücken besitzen und sich besonders schnell verlegen lassen.

Autorin

Melanie Hottenrott arbeitet in der Abteilung Marketing/PR bei der Isofloc Wärmedämmtechnik GmbH in Lohfelden.

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