Olbrich-Ausstellung auf der Mathildenhöhe Darmstadt

Noch bis zum 24. Mai ist auf der Mathildenhöhe Darmstadt eine Ausstellung zum Werk von Joseph Maria Olbrich (1867-1908) zu sehen. Der Ort ist passend gewählt, denn neben seinem Frühwerk, dem Gebäude der Wiener Secession (1898), gehören das Ausstellungsgebäude und der Hochzeitsturm auf der Mathildenhöhe Darmstadt (1908) zum Hauptwerk des Architekten. Obendrein spannt das berühmte Ensemble in Darmstadt den Bogen zum architektonischen Expressionismus. Dazwischen liegt ein Jahrzehnt, in dem sich Olbrich als Universalkünstler erweist. Ganz dem Konzept des Gesamtkunstwerks verschrieben, entwirft er neben einem breiten Spektrum an Gebäuden auch Innenausstattungen, eine große Vielfalt an Gebrauchs- und Schmuck­gegenständen sowie graphische Präsentationen und stellte damit die handwerkliche Qualität der Arbeit stärker in den Mittelpunkt. Die allererste Bauausstellung überhaupt wird 1901 auf der Mathildenhöhe Darmstadt nach Olbrichs Plänen realisiert. Damit wird er für Architekten wie Bruno Taut, Erich Mendelsohn und Le Corbusier zum Vorbild. Die Ausstellung „Joseph Maria Olbrich 1867-1908. Architekt und Gestalter der frühen Moderne“ präsentiert Olbrichs Architektur und Lebensgestaltung um 1900 erstmals seit 27 Jahren umfassend und zeigt neben Meilensteinen der Architekturgeschichte das erstaunliche Gesamtwerk des gebürtigen Österreichers. Katalog: 39,- €.

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