„Safety-Cap“: die geprüfte magnetische Schalter- und Steckdosenabdeckung

Maler und Stuckateure kennen das Problem: Das Abkleben der vielen Schalter und Steckdosen nervt. Einige Kollegen kleben ab. Aber leider sparen sich viele die Arbeit und sagen sich, da pass ich schon auf, und dann passiert es doch – wird schon nicht so schlimm sein, war ja nur Farbe oder Wasser oder Putz.

Verschmutzte Schalter oder Telefondosen sind ein zeitraubendes Ärgernis, aber überstrichene Schutzkontakte von Schukosteckdosen unterbrechen die elektrisch wichtige Erdungsfunktion. Wird an so einer Steckdose ein defektes Elektrogerät eingesteckt, verhindert der nichtleitende Farbüberzug die Weiterleitung des Fehlerstromes an den FI-Schutzschalter - die Folge: Er löst nicht aus und am Gehäuse liegt nun eine gefährliche Spannung an.

Ein weiteres Problem stellt das Abwaschen von Wänden dar, denn durch alte Farbe oder Kleister und dergleichen entsteht alkalisches Schmutzwasser, das bis in die kleinsten Ritzen vordringt und sogar komplett abgetrocknet noch eine stromleitfähige Schicht hinterlässt.  

Vorhersehbare Fehlanwendung 

Diese so entstandenen, versteckten Gefahrenquellen, können im schlimmsten Fall sogar Menschenleben kosten. Gemäß VDE gibt es für leichtfertig absichtlich in Kauf genommene und somit geschaffene Gefahren, sogar einen Begriff: die „vorhersehbare Fehlanwendung“.

Damit übernimmt der Verursacher automatisch die komplette Haftung ab der Steckdose für die Elektroinstallation bis zur nächsten Abschalteinrichtung. Auch späteres Abkratzen ändert daran nichts, denn es führt zur Beschädigung der Oberfläche und so zur Korrosion. Außerdem werden die Federkontakte dabei verbogen. Beides führt wieder zum selben Ergebnis, der Haftungsübernahme bis zum Austausch. Somit müssen verschmutzte Steckdosen schon allein aus Haftungsgründen ausgetauscht werden. 

Schutzkappe statt Klebebänder 

Um dieses Problem zu vermeiden gibt es nur zwei Lösungen: das langwierige, genaue und saubere Abkleben mit rückstandsfreien Klebebändern, oder besser und viel schneller und dazu noch ohne Müll, die Verwendung der speziell dafür entwickelten und immer wieder verwendbaren DIN geprüften magnetischen Schutzkappe „Safety-Cap“.

Die elastische, antihaftende und silikonfreie Schutzkappe verfügt über eine umlaufende Dichtlippe und ist mit einem Handgriff montiert. Sie wird durch die vier eingebauten Hochleistungs-Magneten sicher und fest fixiert. Die „Safety-Cap“ schützt nicht nur die Schalter und Steckdosen vor Verschmutzung, sondern auch den Handwerker vor elektrischem Schlag und eventuellen Regressansprüchen.

Die Schutzkappe wurde nach DIN mit 3000 V Hochspannung und nach Schutzart IPX4 spritzwassergeschützt getestet und hat alle Tests erfolgreich bestanden. Sie ist außerdem für alle Schalter und Steckdosen adaptiert und hat zusätzlich noch eine 4 mm Dimmerachs-Aufnahme integriert, denn Dimmer sind sehr oft aus nicht magnetischem Material gebaut.

Die Form der „Safety-Cap“ ist auf den Radius der gängigen Farbwalzen abgestimmt. So entsteht beim direkten Anrollen keine Farbabschattung. Die Farbe gelangt so in einem Rollvorgang schon bis zum Rand der Schutzkappe – wie es sein soll. Somit ist kein zeitraubendes, genaues Nachrollen an den vier Seitenflächen erforderlich.

Außerdem wurde die „Safety-Cap“ für die Verwendung von Airless-Farbspritzsystemen optimiert. Hier wird die Farbe mit etwa 80 bis 120 bar zielgerichtet an die Wand gesprüht. Durch die vier Hochleistungs-Neodym-Magneten haftet die Schutzkappe auch hier sicher und fest an. Die integrierte, umlaufende Dichtlippe verhindert so auch bei der Airlessanwendung zuverlässig das Eindringen von Farbe.

Clou zur Demontage: Magnet-Lift-Funktion

Durch einfaches Zusammendrücken des „Safety-Caps“ an den extra griffigen Formflächen, entsteht eine gezielte Verformung, die dazu führt, dass die Magneten etwas angehoben werden. Dadurch kann die Schutzkappe trotz starker Magneten, schnell und vor allem in einer Bewegung, leicht und kräfteschonend abgenommen werden.

Nach der Demontage blättert die getrocknete Farbe durch die Antihafteigenschaft des Materials, durch einfaches Verformen wieder ab und die „Safety-Cap“ ist wieder sauber und einsatzbereit. Somit ist sie umweltpolitisch korrekt und gilt als nachhaltig. Außerdem amortisiert sie sich schnell durch Zeit und Materialersparnis. Zu erwerben ist sie im Fachgroßhandel zu fünf Stück in der praktischen Aufbewahrungsbox.

Näheres unter www.safety-cap.de

Autor

Harald Walter ist Elektrikermeister. 1990 gründete er in Kirchsittenbach zusammen mit seinem Schul­kameraden Robert Borisch den Elektroinstallationsbetrieb Wal­ter und Borisch GbR. Harald Walter ist zudem Erfinder des „GipsProfis“, den wir in bauhandwerk 12.2017 vorgestellt haben.

Die tickende Zeitbombe: verschmutzte
Schutzkontakte der Steckdose und alkalisches Wasser
x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2015-7-8

Richtig abkleben

Zur Ausbildungen von Fensterfaschen oder Wandspiegeln werden durch drei gegebenenfalls vier Spachtelarbeitsgänge mit „ArtLine CreativTop“-Produkten glatte Oberflächen erstellt. Organische Putze...

mehr
Ausgabe 2017-7-8

Ergonomisch mischen und rühren

Die „MX“ Rührwerke von Festool ermög­lichen dank „ErgoFix“ ein in­dividuelles Einstellen der Arbeitshöhe. Werkzeuglos lässt sie sich in fünf Stufen einstellen und ermöglichen so eine...

mehr
Ausgabe 2010-06

Lebendige Akzente

Neben der handwerklichen Technik hat die Materialcharakteristik wesentlichen Einfluss auf das gute Gelingen. Für die beschriebene Verlauftechnik ist besonders die lange Offenzeit von Bedeutung, da...

mehr
Ausgabe 2016-12

Selbstklebende Großformatfliese

„Cerafix“-Großkeramikfliesen lassen sich mit einer Folie auf der Rückseite direkt auf tragfähige Untergründe kleben. Sie halten laut Hersteller auf Fliesen, Putz, Holz oder Trockenbauplatten....

mehr