Sanierung und Bemalung des Filmhauses in Bleichereode

Man sieht dem frisch sanierten Filmhaus in Bleicherode seine Funktion schon von Weitem an: Auf den Putzuntergrund von Sakret malte der Künstler Viktor Sobek zusammen mit Schülern der Stadt Bleicherode mit Silikatfarben von Diessner Szenen, die man aus Filmen kennt.

Das Filmhaus hat schon eine besondere Bedeutung für die etwa 10 000 Einwohner große Stadt Bleicherode. Die Gemeinde im Landkreis Nordhausen, Thüringen, zwischen Harz und Hainleite wurde bereits 1997 in die Deutsche Fachwerkstraße aufgenommen und konnte im Jahre 2005 das 875-jährige Stadtjubiläum feiern. 

Das örtliche Filmhaus war jedoch ein Problemfall. In dem 1934 erbauten Haus in der Löwentorstraße wird auch heute noch die Tradition eines Stadtkinos vom Heimat- und Fremdenverkehrsverband fortgeführt. Die Bausubstanz des Lichtspielhauses war derart marode und die Fassade unansehnlich, dass es innen wie außen saniert werden musste. Zum Erhalt dieser Institution investierte man auch in Digital-Technik, eine neue Leinwand, Bodenbelag und LED-Beleuchtung. Das Gebäude selbst aber war der Problemfall.

Förderfähiges Projekt 

Eine Sanierung konnte nur über das Förderprogramm LEADER der Regionalen Aktionsgruppe Südharz e. V. zur Förderung und Entwicklung des ländlichen Raumes erfolgen und nach der Einstufung des Projektes durch den Fachbeirat der Regionalen Aktionsgruppe als förderwürdig, wurde der Antrag auch vom Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung in Gotha genehmigt.

Eine Herausforderung waren die Umbauarbeiten. Zahlreiche Behördenauflagen mussten umgesetzt und eine Außentreppe angebracht werden, und nicht zuletzt sollte die Sanierung innerhalb von 3 Monaten abgeschlossen sein. Mit der Trockenlegung erfolgte der erste Sanierungsabschnitt im Außenbereich. Danach ging es an die Sanierung der Fassade.

Neuer Putz für die Altfassade 

Knapp 500 m2 Fassade mussten saniert werden. Bei Großvorhaben gilt: Gemeinsam geht es schneller und die erfahrenen Partner sicherten die Qualität: Sakret als Marktführer im Bereich Trockenbaustoffe, die Firma E.h.m.k.e. Bau Niedergebra mit ihrem handwerklichen Können bei der Realisierung und die Firma Diessner aus Berlin mit den Profi-Farben.

Nach einer ersten Inspektion der Fassade entfernten die Handwerker alle losen Bestandteile der Altfassade“ und verschlossen Fehlstellen mit dem „Sakret MAP Maschinen-Außenputzes“. Dafür verwendeten die Handwerker als Grundlage etwa 11 Rollen Armierungsgewebe, um damit eventuell auftretende Spannungen aufzunehmen, in Verbindung mit der Gewebespachtelung „Sakret Klebe- und Armierungsmörtel KAM-san“.

Der Hersteller lieferte den Klebe- und Armierungsmörtel im OWC-System in vier OneWay-Container à 900 kg. Das OWC-System hat sich in der Praxis besonders bewährt auf Grund der flexiblen Einweg-Lösung zur Befüllung, dem Transport und der effektiven und schnellen Verarbeitung des Materials. Das Container-System ist direkt kombinierbar mit dem Durchlaufmischer „ino Mix E12“ oder der Trockenfördereinheit. Damit kann die Putzmaschine automatisch mit Material befüllt werden, oder die fertige Mischung wird in Mörteleimer gefüllt und vom Handwerker von Hand an der Fassade verarbeitet – nachfüllen mit Sackware ist jederzeit möglich. Nicht zuletzt die günstigen wirtschaftlichen Aspekte, wie der Wegfall eines Silos, Lieferung auf Euro-Paletten und ein geringer Entsorgungsaufwand waren für den Einsatz ausschlaggebend.

Als Haftverbesserung für die nachfolgende Beschichtung mit „Sakret Scheibenputz SBP-M 2 mm“ rollten die Handwerker den Putzgrund des Herstellers auf. Er verhindert ein Durchscheinen des Untergrunds und dient zusätzlich der Haftverbesserung.

Das optische Finish erfolgte mit der SOL Silikatfarbe der Firma Diessner, die letztendlich dem Filmtheater sein jetziges Aussehen verleiht. Diese einkomponentige Profi-Fassadenfarbe ist hoch wetterbeständig, diffusionsfähig, wasserabweisend und UV-lichtstabil.

Inhalt des Hauses auf die Fassade projiziert 

Das Thema Film sollte schon von Weitem auf dem Gebäude zu sehen sein. Daher entschloss man sich die Nordseite des Filmtheaters durch den Künstler Viktor Sobek in Kooperation mit Schülern aus Stadt Bleicherode gestalten zu lassen. Für alle beteiligten Firmen war neben der kurzen Fertigstellungszeit insbesondere das Wetter eine Herausforderung. Bei fast durchgängigen Temperaturen von über 30 Grad Celsius entschloss man sich spontan, schon in den frühen Morgenstunden mit den Arbeiten zu beginnen.

Autorin

Lena Remmel ist International Marketing Managerin bei der Sakret  Trockenbaustoffe Europa GmbH in Berlin.

Baubeteiligte (Auswahl)

 

Bauherr Stadt Bleicherode 

Fassadenarbeiten E.h.m.k.e. Bau Niedergebra

 

 

Herstellerindex (Auswahl)

 

Fassadenputz Sakret, Berlin, www.sakret.de 

Durchlaufmischer inotec, Waldshut-Tiengen, www.inotec-gmbh.com 

Silikatfarbe Diessner, Berlin, www.diessner.de

Weitere Informationen zu den Unternehmen
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