Seit April: Fachwerktriennale 2012

Mitte April wurde in Hannoversch Münden die Fachwerktriennale 2012 eröffnet. Nun folgen Veranstaltungen in 24 deutschen Fachwerkstätten – von A wie Alsfeld bis W wie Wolfhagen. Dies hat einen guten Grund, denn die 130 in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte e.V. zusammengeschlossenen Städte sehen sich massiv mit den Folgen des demographischen Wandels konfrontiert: Wohnungsleerstand, Einbußen im Handel, Bevölkerungsverluste und nachlassendes privates Engagement geben Anlass zur Sorge. Die historisch gewachsenen, kleinteiligen Stadt- und Gebäudestrukturen sowie Eigentumsverhältnisse, Denkmalschutz sowie technische und energetische Anforderungen schränken die Flexibilität beim Stadtumbau stark ein. Eine bloße Stadtsanierung zur Aufwertung der öffentlichen Räume reicht zur Steigerung der Attraktivität nicht mehr aus. Manfred Gerner, Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Fachwerkstädte, sagte Mitte April auf der Eröffnung in Hannoversch Münden, dass die Probleme der Fachwerkstädte im Vergleich zu vor drei Jahren, nicht kleiner geworden seien. Im Gegenteil: Der Nachholbedarf sei bei technischen und energetischen Anforderungen und angemessenen Reaktionen auf den demografischen Wandel nach wie vor sogar sehr groß. Daher veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V. im Turnus von jeweils drei Jahren die Fachwerktriennale mit Strategien, Konzepten und Projekten zum Umbau von Fachwerkstädten. Die erste Triennale fand 2009 statt.

Weitere Informationen unter www.fachwerktriennale.de

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