Wiedereröffnet: Jagdschloss Grunewald

Seit Ende Mai ist das Jagdschloss Grunewald, das älteste erhaltene Hohenzollernschloss in Berlin, nach drei Jahre andauernden Sanierungsarbeiten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Kurfürst Joachim II. ließ das Schloss „Zum Grünen Walde“ (daher Grunewald) 1542 erbauen. Fast 400 Jahre lang diente es den Hohenzollern als Jagdresidenz, wurde immer wieder verändert und ab 1932 als Museum genutzt. Anlässlich der Wiedereröffnung Ende Mai präsentiert die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) zwei Sonderausstellungen im Schloss: Die Ausstellung im Erdgeschoss hat die jüngsten Bauarbeiten am Schloss zum Thema, während im ersten Obergeschoss bis Mitte Oktober unter dem Titel „Von Angesicht zu Angesicht“ Berliner Porträtmalerei vom Barock bis zum Biedermeier gezeigt wird. Im Zuge des Umbaus wurde der gesamte Besucherservice verändert, der sich nunmehr in der zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbauten ehemaligen Remise befindet. Der Museumsshop ist mit einer kleinen gastronomischen Einrichtung kombiniert worden. Durch die Öffnung einer nach 1945 verschlossenen Tür wurde eine direkte räumliche Verbindung zur einstigen Großen Küche der Schloss-anlage wiederhergestellt. Der gewölbte Raum, der nur noch wenige Spuren seiner einstmaligen Küchennutzung bewahrt hat, kann nun als vielfältiger Veranstaltungsraum genutzt werden.

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