Designboden in Terrazzooptik im Neubau des Rathauses Kirchheim

Beim Neubau für das Rathaus in Kirchheim kam aufgrund der Ästhetik und Langlebigkeit in den Fluren und in einem Großteil der Besprechungsräume ein Designestrich in Terrazzooptik zur Ausführung. Auf insgesamt 2000 m2 verarbeiteten die Handwerker den „SikaScreed-45 Terrazzo Binder“ von Sika.

Der Neubau des Rathauses in Kirchheim erhielt in den Fluren und ausgewählten Besprechungsräumen einen optisch ansprechenden Designboden in Terrazzooptik. Da dieser fugenarme Sichtestrich im 2-Schichtsystem verlegt wird, eignet er sich hervorragend als Heizestrich in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Für die Verlegung auf insgesamt 2000 m2 war der Designestrich-Spezialist, die Firma Singhammer Bodensysteme GmbH aus Rimsting, verantwortlich.

Produkt überzeugte bei Erstellung der Musterfläche

Der Qualitätsanspruch war hoch – nachdem eine erste Musterfläche den Bauherrn nicht überzeugen konnte, änderte Franz Singhammer von der Singhammer Bodensysteme GmbH die Versiegelung und die Kornzusammensetzung („Betriebsgeheimnis!“) und legte eine zweite Musterfläche gemeinsam mit der Sika Anwendungstechnik an. Diesmal verwendete er den „SikaScreed-45 Terrazzo Binder“ als Bindemittel – und konnte punkten.

Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten durch Oxidpigmente

Die Mischung wird mit Schubkarren ausgebracht Die Mischung wird mit Schubkarren ausgebracht
Foto: Sika Deutschland

Die Mischung wird mit Schubkarren ausgebracht
Foto: Sika Deutschland
Auf insgesamt fünf Etagen versieht Franz Singhammer mit insgesamt sechs Mann diverse Flure, Foyers und Besprechungsräume mit dem Terrazzoboden. Der Bodenaufbau auf der Betondecke besteht aus einer druckbelastbaren EPS-Wärmedämmung, der Fußbodenheizung und einem ternären Heizestrich. Darauf wird dann der Designestrich im Verbund in einer Schichtdicke von 20 mm verbaut.

Um einen ausreichenden Haftverbund zwischen Heiz-Estrich und Boden zu gewährleisten, muss der Heizestrich geschliffen, mit Epoxidharz („Sikafloor-151“) grundiert und anschließend mit reinem Quarzsand 0,3 bis 0,9 mm im Überschuss abgesandet werden. Am Folgetag wird der Terrazzo auf dem jeweiligen Stockwerk im Zwangsmischer gemischt, etwa im Verhältnis 1:1,2 bis 1:1,6 Masseteile, und mit Schubkarren verteilt. Bestandteile sind die Gesteinsmischung, der zementgebundene „SikaScreed-45 Terrazzo Binder“, Wasser und Oxidpigmente für die Grundfarbe, in diesem Falle Schwarz. Da es sich bei dem „SikaScreed-45 Terrazzo Binder“ um ein (fast) weißes Bindemittel handelt, sind den Gestaltungsmöglichkeiten in puncto Farbgebung keine Grenzen gesetzt.

Ergonomische Verarbeitung

Auf schmaleren Flächen wird der Terrazzomörtel herkömmlich mit dem Richtscheit verteilt Auf schmaleren Flächen wird der Terrazzomörtel herkömmlich mit dem Richtscheit verteilt
Foto: Sika Deutschland

Auf schmaleren Flächen wird der Terrazzomörtel herkömmlich mit dem Richtscheit verteilt
Foto: Sika Deutschland
Die Verteilung erfolgt in den engeren Fluren herkömmlich mit Richtscheiten, bei den größeren Flächen kann ergonomisch im Stehen mit Stiftrakel und Schwabbelbrett gearbeitet werden. „Der Schnellzement-Binder von Sika ist vorgefüllt, verläuft dadurch fast von selbst und härtet schnell aus“, bemerkt Franz Singhammer. „Der größte Vorteil für uns liegt darin, dass sich der ,SikaScreed-45 Terrazzo Binder‘ sehr gut verarbeiten lässt und man nicht zusätzlich nachverdichten muss, da das Produkt selbstverdichtend ist. Dies ist für uns eine große Zeitersparnis“, sagt Singhammer.

Der Terrazzomörtel kann ergonomisch im Stehen mit der Zahnrakel verarbeitet werden Der Terrazzomörtel kann ergonomisch im Stehen mit der Zahnrakel verarbeitet werden
Foto: Sika Deutschland

Der Terrazzomörtel kann ergonomisch im Stehen mit der Zahnrakel verarbeitet werden
Foto: Sika Deutschland
„SikaScreed-45 Terrazzo Binder“ ist darüber hinaus extrem schwind- und spannungsarm (Schwindklasse SW1) und weist eine Festigkeit CT-C40-F6 beziehungsweise CT-C50-F7 (abhängig vom Mischungsverhältnis) auf. Zudem verfügt der Terrazzo-Binder über das exklusive Prüfungslabel EMICODE EC1PLUS der GEV (Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V.) für besonders emissionsarme Bauprodukte.

Schnelle Nutzbarkeit nach Imprägnierung

Bereits nach 20 Stunden kann der Boden geschliffen werden, was einige Zeit in Anspruch nimmt. So kommt die typische Terrazzo-Optik zustande, die an ungeordnete Mosaike erinnert. Je nach Mischung entstehen so unterschiedliche Effekte und Farbspiele. Anschließend wird die Fläche imprägniert, und nach weiteren zwei Tagen ist der Boden voll nutzbar. „Das Sika-Produkt hat mich bei der Verarbeitung absolut überzeugt. Es kam bisher bei uns nicht zum Einsatz, aber es wird definitiv wiederverwendet“, fasst Franz Singhammer seine Erfahrungen mit dem Terrazzo-Binder zusammen.

 

Autoren

Dr. Eva-Maria Ladner ist als Leitung Marketing Engineered Refurbishment (Betoninstandsetzung) und Kevin Reichle (M.Eng.) als Produktmanager Engineered Refurbishment/Railfixing (Betoninstandsetzung) bei der Firma Sika in Stuttgart tätig.

Baubeteiligte (Auswahl)

 

Bauherr Gemeinde Kirchheim, Kirchheim,

www.kirchheim.de

Planer Dürschinger Architekten & Partner, Fürth, www.duerschinger-architekten.de

Ausführung Terrazzo Singhammer Bodensysteme, Rimsting, singhammer-bodensysteme.de

Terrazzoboden Sika Deutschland, Stuttgart,

www.sika.de

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