Wie DPD Baumaterialien zielgenau auf die Baustelle liefert
Unnötige Wartezeiten bei der Anlieferung von Baustoffen, Werkzeugen oder Ersatzteilen kommen Bauunternehmen teuer zu stehen. Wie DPD es geschafft hat, durch Just-in-time-Anlieferung der Platzhirsch unter den Paketversendern auf der Baustelle zu werden, erklärt Matthias Kemna, Head of Sales Nord/Ost von DPD Deutschland.
Für Bauunternehmen gibt es wohl kaum Schlimmeres, als wenn Handwerker und Monteure untätig auf der Baustelle warten müssen, weil notwendige Baumaterialien, Werkzeuge, Ersatzteile oder Geräte nicht rechtzeitig eintreffen. Fachkräfte, die arbeiten wollen, wegen Materialmangel nicht arbeiten können, und trotzdem bezahlt werden müssen – das können Bauunternehmen genauso wenig brauchen wie höhere Steuern oder mehr Bürokratie. Erst recht nicht in der aktuell flauen Baukonjunktur.
Hohe Kosten durch Stillstandzeiten vermeiden
DPD liefert Baumaterialien bis auf die Baustellen
Foto: David Meier / DPD
Zügiger Fortschritt auf den Baustellen verlangt, dass das Material zur richtigen Zeit an die richtige Stelle kommt. Doch die Bauprojekte verändern sich mit dem Grad ihrer Fertigstellung. So ist es fast zwangsläufig, dass es keine über die gesamte Bauzeit fixen Orte für die Anlieferung gibt wie bei Firmen oder privaten Haushalten. Trotz aller Planung erscheinen einem Außenstehenden Baustellen unübersichtlich, erst recht größere Baustellen. Ein Problem, mit dem Logistiker immer wieder konfrontiert sind. Kommt es dann zu Störungen in der Lieferkette infolge unkoordinierter und zeitlich oder lokal unpräziser Anlieferung, gefährdet das den Baufortschritt und es entstehen hohe Kosten durch Stillstandzeiten der Bauarbeiter, Handwerker und Monteure – die vermeidbar wären.
Im Unterschied zu anderen Paketlogistikern liegt der Schwerpunkt von DPD im Firmenkundengeschäft. Geliefert werden paketversandfähige Baumaterialien, Werkzeuge und Zubehör bis 31,5 kg und einem Gurtmaß von 300 cm – ideal für Kleinmaterial, Ersatzteile, handliche Baugeräte oder Schutzausrüstung – zwar auch an private Haushalte, aber der Großteil unserer Auslieferungen ist traditionell Business to Business, B2B. „Hier haben wir für die Baubranche spezifische Lösungen entwickelt“, sagt Matthias Kemna, Head of Sales Nord/Ost von DPD Deutschland.
Detaillierte Prozessabsprache mit den Kunden
Zur Just-in-Time-Anlieferung an den gewünschten Ort hat DPD in detaillierter Absprache mit Baubedarfszulieferern wie Velux, Würth oder Makita digitale individuelle Lösungen entwickelt. Diese ermöglichen Kunden die Anbindung ihrer Warenwirtschaftssysteme, Livetracking ihrer Sendungen und automatisierte Label- und Avis-Prozesse, mit flexiblen Zustellzeitfenstern, direkter Lieferung an die Baustelle oder auch an Geschäftskunden.
Die Touren der Fahrer sind mit GPS-Daten optimiert und garantieren so die Anlieferung am richtigen Ort
Foto: David Meier / DPD
Beispielsweise benötigt der Fensterproduzent Velux für die Montage von Dachfenstern Ersatzteile, Jalousien oder Rollos, die, um Zeit zu sparen, direkt von den Fabrikationsstätten an die Einsatzorte der Monteure geliefert werden. Eine komplexe Aufgabe, denn der Fensterbauer bezieht diese Teile aus Werken in Deutschland, Ungarn und Tschechien. Bei Produkten aus deutscher Fabrikation liefert DPD diese innerhalb eines Tages, bei den Fabriken im Ausland innerhalb von zwei Tagen.
Vier Erfolgsfaktoren
Entscheidend für den Erfolg ist das optimale Ineinandergreifen von digitalen Instrumenten, individuellen Firmenlösungen, persönlichem Service und ein internationales Netzwerk:
- Die Touren der Fahrer sind mit GPS-Daten optimiert und garantieren so die Anlieferung am richtigen Ort. Tourenbetreuer in den DPD-Depots sowie der Einsatz digitaler Tools ermöglichen die Koordination und Nachverfolgung mit dem Ergebnis effizienter Abläufe.
- Die Monteure der Geschäftskunden werden direkt auf dem Weg zur Baustelle über Paketstationen, Paketshops oder durch Locker auf den Baustellen beliefert. Mit Vorankündigung, Livetracking und Zustell-Updates behalten sie jederzeit den Überblick über ihre Lieferungen.
- Treten Probleme auf, haben Kunden telefonisch direkt erreichbare persönliche Ansprechpartner in den DPD-Depots, die für eine schnelle Reaktion im Tagesgeschäft und maßgeschneiderten Support sorgen. Sie müssen sich also nicht an ein, im Zweifel in einem fremden Land angesiedeltes, häufig überlastetes und mit den Vorgängen nicht vertrautes Call Center wenden.
- Größter Vorteil bei internationalen Lieferungen: DPD ist Teil des integrierten internationalen Netzwerks von Geopost, dem europäischen Marktführer in der Paketlogistik mit eigener Zustellung in über 50 Ländern. Geopost garantiert taggenaue Zustellung in einem Ein-Stunden-Zeitfenster. Andere deutsche Paketzusteller sind dagegen bei Auslandssendungen häufig auf die Kooperation mit unternehmensfremden Paketlogistikern angewiesen, die jeweils ihre eigenen Systeme haben und dadurch fehleranfälliger sind, so dass sich Fehler nicht so schnell korrigieren lassen wie in einem integrierten System.
www.dpd.com/de/de/versenden/bau-und-ersatzteile
Autor
Matthias Kemna ist Diplom-Betriebswirt und verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte an Erfahrungen im B2B-Geschäft der Paket-Logistik.
Über DPD Deutschland
DPD ist nach eigenen Angaben einer der führenden Experten für Paketversand in Deutschland und Europa und feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum. Das Unternehmen ist deutschlandweit mit 83 HUBs und Depots und einem Out-of-Home Netzwerk mit circa 11.300 Pickup-Paketshops und Paketstationen vertreten. Rund 8.000 Mitarbeitende und 11.000 Zustellerinnen und Zusteller sind täglich für die Kunden im Einsatz. Jährlich befördert DPD über 370 Millionen Pakete im deutschen Paketmarkt.
DPD Deutschland ist Teil von Geopost, einem europaweit führenden Anbieter von Paketzustellungen und Lösungen für den E-Commerce, der in mehr als 50 Ländern tätig ist und über 130.000 Out-of- Home-Punkte in Europa anbietet. Geopost erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von 15,8 Milliarden Euro und lieferte weltweit 2,2 Milliarden Pakete aus.
