Deutsche Stiftung Denkmalschutz spendet 22.000 Euro für Restaurierung einer Fabrikantenvilla in Radevormwald-Dahlhausen

Für die Restaurierung und energetische Ertüchtigung von 20 großen Fenstern einer denkmalgeschützten Villa in der Hardtstraße in Radevormwald Dahlhausen stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale 22.000 Euro bereit.

Die Villa gehört zu den über 610 Projekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Durch eine marode Dachdeckung drang Wasser in den Dachraum ein. Dadurch wurde der Putz an der Fassade geschädigt, aber ebenso die Fenster und Natursteinsohlbänke.

Weitere Schäden finden sich am Balkongeländer und am Natursteinboden des Eingangsportals. Abplatzender Putz, verschmutzter und abblätternder Außenanstrich, sowie Schäden am Innenstuck ergänzen das Schadensbild.

Zum Gebäude:

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand eine repräsentative Fabrikantenvilla an der Hardtstraße. Der zweieinhalbgeschossige Putzbau steht auf rechteckigem Grundriss über einem hohen Sockel, die Kellerfenster und Eingänge liegen frei.

Der langgestreckte Baukörper besitzt zwei Vollgeschosse und ein Mezzaningeschoss. An der Eingangslängsseite sind die beiden äußersten Achsen risalitartig vorgezogen und werden mit einem Dreiecksgiebel über dem zweiten Vollgeschoss betont.

Die Fenster im Erdgeschoss rahmen schlichte Putzfaschen, die im Obergeschoss bekrönen hingegen von Konsolen getragene Verdachungen. Ein hochrechteckiger Eingang mit einem halbrundem Oberlicht erlaubt in der Gebäudemitte den Zugang zum Haus. Ein Altan auf vier Säulen überdacht den Eingang.

Im Obergeschoss ist der Altan über die mittlere, als Fenstertür gestaltete Achse zugänglich. Die Giebelseiten werden in der Mitte baulich hervorgehoben.Über dem Mezzaningeschoss mit seinen kleinen fast quadratischen Fenstern ist das Traufgesims profiliert, es ruht auf Konsolen. Ein flaches, leicht überkragendes Dach deckt den Bau. Die Rückseite ist etwas schlichter gestaltet.

www.denkmalschutz.de


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