Besonders widerstandsfähig
Denkmalgerechte Beckensanierung mit PVC-Abdichtungsbahnen im Freibad Welper in HattingenDas Freibad Welper in Hattingen wurde umfassend saniert, ohne seinen 1950er-Jahre-Charme zu verlieren. Im Fokus stand die Erneuerung der Abdichtung beider Becken. Zum Einsatz kam ein PVC-Abdichtungssystem, das den besonderen geometrischen Anforderungen und dem Denkmalschutz gerecht wird.
Zwischen alten Bäumen und sanft geschwungenen Wiesen liegt das Freibad Welper in Hattingen – ein architektonisches Zeitzeugnis der 1950er Jahre. Viele Elemente sind denkmalgeschützt und strahlen noch immer den Charme vergangener Zeiten aus: Das stilprägende, nierenförmige Nichtschwimmerbecken, die runden Umkleidekabinen, das Kassenhäuschen, der historisch unveränderte Kiosk, die beiden Bullaugen im Schwimmerbecken und der Sprungturm. Die beiden Becken im Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich wurden nun umfangreich saniert und dabei mit der Kunststoffabdichtungsbahn „Sikaplan WP 3150-16 R/RE“ der Sika Deutschland CH AG & Co. KG ausgekleidet.
„Retro trifft Moderne“ – unter dieser Devise standen die Arbeiten im Freibad Welper. Nach 20 Jahren war es an der Zeit, die Becken im Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich zu sanieren. Die bestehende Abdichtungsbahn, eine „PP FPO“-Bahn von Sika, wurde durch die PVC-Bahn „Sikaplan WP 3150-16 R/RE“ ersetzt. Die Besonderheit der Abdichtungsbahn liegt neben ihrer flexiblen Verarbeitbarkeit in der Verstärkung mit Synthesegewebe, was sie besonders widerstandsfähig macht, und der Materialdicke von 1,6 mm.
Schwimmerbecken mit Sprunggrube
Im 50 m langen Schwimmerbecken erfolgte nach dem Rückbau der alten Abdichtungsbahn zunächst die Reinigung der Boden- und Wandflächen. Auf den vorbehandelten Betonuntergrund verklebten die Mitarbeiter der Kupsch Schwimmbadtechnik GmbH anschließend ein Polyesterfleece als Ausgleichs- und Drainageschicht, das aus ästhetischen Gründen nicht überlappend verlegt, sondern stumpf gestoßen wurde. Darauf wurde die neue „Sikaplan“-Abdichtungsbahn in einzelnen Bahnen lose verlegt und die Überlappungen thermisch gefügt. An den Wandflächen verschweißten die Handwerkerinnen und Handwerker die Bahn vollflächig auf ein PVC-Hartprofil im unteren Bereich der Edelstahlrinne, die weiterhin genutzt wird. Das PVC-Profil wurde auf Maß gefertigt und in der Nut des Rinnenkopfes verpresst und verschraubt. Der Anschluss der Kunststoffabdichtungsbahn am Rinnenkopf wurde mit einer Silikonfuge geschlossen.
Der Boden des Beckens fällt zum Sprungturm hin ab. In diesem Bereich brachten die Mitarbeitenden von Kupsch Schwimmbadtechnik ein Verbundblech mit oberseitiger Kunststoffkaschierung mechanisch an, an welches das Vlies angestoßen und die Bahn anschließend aufgeschweißt wurde.
Bullaugen im Wandbereich
Aus Kompatibilitätsgründen wurden alle Einbauteile für eine PVC-Abdichtung ausgetauscht. In diesem Rahmen setzte man die Einströmdüsen und diverse Bauteilfixierungen neu und dichtete sie ebenfalls mit „Sikaplan“ fachgerecht ab. Eine Besonderheit im Schwimmerbecken sind die Bullaugen im Wandbereich, die unter Denkmalschutz stehen. Die Abdichtung der Bullaugen erfolgte durch einen maßgefertigten, foliengerechten Flansch. Im Boden- und Wandbereich wurde die glatte Abdichtungsbahn „Sikaplan WP 3150-16 R“ in Hellblau verlegt, auf den Stehstufen und Treppen „Sikaplan WP 3150-16 RE“ mit einer rutschhemmenden Oberflächenprägung in Weiß. Die schwarzen Tauchstreifen „Sikaplan WP 3100-14 C“ dienen als Bahnmarkierungen. Diese wurden verklebt und die umlaufenden Schweißnähte mit Handschweißgeräten geschlossen.
Handarbeit beim nierenförmigen Nichtschwimmerbecken
Etwas aufwändiger gestaltete sich die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens. Die Verarbeitungsschritte waren zwar die gleichen wie im Schwimmerbecken, aber die nierenförmige Freiform erforderte beim Zuschnitt und der Verlegung der Abdichtungsbahn die ganze Fachkenntnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kupsch Schwimmbadtechnik.
In Schwimmbecken mit einer Tiefe von unter 80 cm im öffentlichen Bereich muss eine rutschhemmende Abdichtung verlegt werden. Deshalb wurde nicht nur auf den Treppenstufen „Sikaplan WP 3150-16 RE“ in hellblau verlegt, sondern auch auf dem Boden. An den Wänden kam die glatte „Sikaplan WP 3150-16 R“ zum Einsatz. Die Markierungen im Rutschenbereich und alle Kanten der Treppenstufen wurden mit „Sikaplan WP 3100-14 C“ in schwarz optisch hervorgehoben. „Trotz der besonderen Geometrie des Beckens war mit der flexiblen Sikaplan-Abdichtungsbahnen die erforderliche faltenfreie Verlegung problemlos möglich“, so die Erfahrung von Michael Kupsch, Geschäftsführer der Kupsch Schwimmbadtechnik GmbH. Aufgrund des engen Zeitplans kamen zeitgleich bis zu acht Folienfachverleger zum Einsatz. Innerhalb von nur drei Wochen wurden insgesamt 1400 m² PVC-Bahn verlegt.
„Mit ,Sikaplan WP 3150-16 R/RE‘ haben Bauherren und Verarbeiter freie Gestaltungsmöglichkeiten, da die Abdichtungsbahn beliebig zugeschnitten werden kann“, erläutert Philipp Kohlstedt, Verkaufsberater Gewässerschutz und Ökologie bei Sika.
Autorin
Marion Dietrich leitet die Abteilung Marketing „Roofing“ bei der Sika Deutschland CH AG & Co KG.
