Anschmiegsames WDVS mit Aerogel
Neues WDV-System mit Aerogel revolutioniert die Außendämmung

Das aus der Raumfahrt stammende Aerogel ist derzeit der „Wunderwerkstoff“ in Sachen Dämmung schlechthin. Man findet ihn in Innendämmungen von Rockwool und Sto, im Innenputz von Weber und nun auch in einem aus Vliesschichten aufgebauten, sehr dünnen und flexiblen WDV-System von Heck MultiTherm.

Der Verdruss ist oft groß, wenn es aus bautechnischen Gründen nicht möglich ist, ein WDVS anzubringen. Da ist die Mineralwolleplatte zu dick, die Polystyrol-Version zu starr – den Möglichkeiten waren bislang Grenzen gesetzt. Daher forschte auch Heck MultiTherm intensiv an einem WDVS ohne diese Beeinträchtigungen, um genau zu sein an einem WDVS, das dünn, formbar und  leicht genug ist, ebenso leistungsfähig, äußerst hitzebeständig, nicht brennbar, diffusionsoffen, wasserabweisend, schallabsorbierend und dabei mit niedrigen Werten hinsichtlich der Wärmeleitfähigkeit aufwarten kann. Herausgekommen ist dabei das neue WDVS MultiTherm Aero. Basierend auf einer neu entwickelten, äußerst flexiblen und dabei extrem dünnen Fassadendämmplatte, gehören Kompromisse wegen der Dämmstoffdicke der Vergangenheit an.

Die Raumfahrt stand Pate

Hightech-Materialien aus der Raumfahrt gaben entscheidende Impulse bei der Entwicklung des neuen WDVS, denn Aerogel, der „Wunderwerkstoff“ in Sachen Dämmung schlechthin, der auch in MulitTherm Aero steckt, wurde in einem aufwendigen chemischen Verfahren zunächst für die Raumfahrt entwickelt. Sein Geheimnis: Anders als beim Gel ersetzt bei diesem Material Luft fast vollständig den Wasseranteil, ohne jedoch seine netzartige, äußerst feine Struktur zu verändern, die es möglich macht, Luftmoleküle fest einzuschließen und so die einzigartige Isolationsfunktion zu erzielen. Anders gesagt: Aerogel besteht bis zu 99 Prozent aus Luft.

Ein extrem dünnes und anschmiegsames WDVS

Sehr anschmiegsam ist die neue Dämmplatte, da sie aus mehreren Lagen eines dünnen und flexiblen Vlieses besteht. Im Vergleich zu herkömmlichen Dämmplatten konnte zudem die Materialdicke um mehr als die Hälfte reduziert werden. Die extrem dünne Dämmplatte schmiegt sich in jeden Winkel einer Fassade, und sie  kommt überall dort zum Einsatz, wo nur wenig Raum für eine Wärmedämmung zur Verfügung steht.

Eine sehr gute Dämmung, die nicht brennt

Die deutliche Reduzierung  der Dämmplattendicke gilt keinesfalls für ihre Wärmeleitfähigkeit. Mit einem hervorragenden Wert von 0,018 W/mK kann sich MultiTherm Aero uneingeschränkt mit jeder herkömmlichen Dämmplatte messen. Auch in puncto Feuer- und Hitzebeständigkeit übertrifft der neue Werkstoff alle Anforderungen. Durch seine sehr guten wasserabweisenden Eigenschaften und seine hohe Diffusionsfähigkeit ist das Dämmsystem zudem an Gebäuden mit hoher Durchfeuchtung die ideale Lösung und verhindert zuverlässig Schimmelbildung. Dank seiner feinporigen Nanostruktur erreicht der Dämmstoff auch beim Lärmschutz ausgezeichnete Werte. Er schafft eine Schallreduzierung von bis zu 9 Dezibel, was subjektiv als Halbierung der Lautstärke empfunden werden kann.

Für Handwerker gilt: Umdenken unnötig

Beim neuen Komplettsystem MultiTherm Aero konnte und sollte im Vergleich zu herkömmlichen WDV-Systemen auf nennenswerte Neuerungen bei der Verarbeitung verzichtet werden – nicht natürlich auf die Anpassung und Optimierung der Systemkomponenten.  Je nach Bedarf ist die Dämmplatte in verschiedenen Dicken beziehungsweise Lagen erhältlich. Der Untergrundvorbereitung folgt der Klebevorgang mit dem modifizierten Klebe- und Armierungsmörtel MultiTherm Aero K+A. Zusätzlich verdübelt, erhält auch die neue, formbare Dämmplatte eine Armierungsschicht, einen Oberputz und optional eine Schlussbeschichtung zur optimalen Dämmung und als Schutz gegen Feuchtigkeit – zum Beispiel mit einer Siliconharzfarbe. Allerdings haben ausschließlich die Produkte der Marken Heck und Rajasil, die im Rahmen von Tests auf das neue Dämmsystem abgestimmt wurden, das Siegel Aero Ready.

Autor

Heiko Faltenbacher ist Leiter der Abteilung für Marketing und Kommunikation bei der Firma BASF Wall Systems in Marktredwitz.

Dünn, flexibel und superdämmend: das aus Vliesschichten aufgebaute WDVS mit Aerogel

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