Einbau von Flächenlautsprechern

In Wand oder Decke integrierte Flächenlautsprecher kombinieren guten Klang mit einer großen Gestaltungsvielfalt, da Lautsprecher und Kabel unsichtbar bleiben. Die Montage ist für den Trockenbauer dennoch genauso einfach wie bei einer handelsüblichen Gipsplatte.

Der Flächenlautsprecher von Lafarge Gips heißt LaSonic und ist mit herkömmlicher Verstärker- und Steuerungstechnik kompatibel. Sein breiter Abstrahlwinkel (auch bei hohen Frequenzen 180° vertikal x 180° horizontal) gewährleistet eine raumfüllende Akustik. Bei konventionellen Lösungen mit Lautsprechern für Dolby 5.1 konzentriert sich der Klang dagegen nur auf einen Punkt. Eine speziell für diesen Flächenlautsprecher entwickelte Membran sorgt auch in akustisch anspruchsvollen Räumen für präzise und ausdrucksstarke Klangqualität.

Mit 625 x 500 mm ist die Platte des Flächenlautsprechers exakt auf das Rastermaß im Trockenbau abgestimmt. Die Schraublöcher im Abstand von 100 mm sind werkseitig vorgebohrt.

 

Montage in der Decke

 

Zunächst erstellt der Handwerker einen 630 x 505 mm großen Deckenausschnitt (umlaufend 2,5 mm größer als der Flächenlautsprecher). Die Kanten des Ausschnitts sollten gebrochen werden. Aufgrund der Einbauhöhe von 40 mm wird der Flächenlautsprecher zwischen den Grundprofilen angeordnet. Die Unterkonstruktion des Deckensystems muss so beschaffen sein, dass Vibrationen keine unerwünschten Nebengeräusche verursachen. Für die Montage muss der Trockenbauer das Querprofil zwischen den Tragprofilen ablängen. Anschließend wird es mit der Beplankung verschraubt – und zwar mit der Profilachse mittig auf der Öffnungskante. Danach wird das Kabel angeschlossen.

Anschließend wird der Flächenlautsprecher mittig in die Öffnung eingesetzt und mit Schnellbauschrauben im Abstand von etwa 100 mm an den umlaufenden Profilen befestigt. Danach sollte ein Elektro-Fachplaner die Funktionsprüfung durchführen.

Ist die Funktion sichergestellt, verspachtelt der Trockenbauer die Fugen mit dem zum System gehörenden Fugenfüller und den entsprechenden Papier-Bewehrungsstreifen. Auch die Schraubenköpfe müssen verspachtelt werden. Bevor die Außenseite des Flächenlautsprechers beschichtet werden kann, muss der Handwerker ein herkömmliches Malervlies auftragen. Anschließend kann er wie gewohnt weiterarbeiten. Ideale Beschichtungen sind Anstriche, Putze und Tapeten mit je maximal 2 mm Schichtdicke. Auch Fliesen, Echtholz- und andere Furniere, dünne Metall- und Kunststoffoberflächen sowie Stoff- und Leinwandschichten sind geeignet. Möglich sind sogar Beschichtungen > 2 mm Schichtdicke. Dies gilt es jedoch vorher individuell abzuklären.

 

Montage in der Wand

 

Optimal „sitzt“ ein Wandlautsprecher im oberen Wanddrittel. Zwei einander gegenüberliegende Flächenlautsprecher sorgen hierbei für eine gleichmäßige Klangverteilung. Es gibt zwei Montagemöglichkeiten:

• zwei UW-Profilstücke zwischen den vorhandenen Ständerprofilen ablängen (etwa 10 mm unter lichtem Ständerabstand). Anschließend mit der Flanschmitte auf der Öffnungskante mit der Beplankung verschrauben. Dazu Schnellbauschrauben im Abstand von etwa 100 mm verwenden
• je zwei CW- und UW-Profile ablängen. Danach umlaufend an der Öffnung mit der Flanschmitte auf den Öffnungskanten mit der Beplankung verschrauben. (Schnellbauschrauben, etwa 100 mm Abstand)
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