Gestreift

Mit der bei StoDesgin als Linear bezeichneten Putztechnik setzten wir in bauhandwerk unsere Reihe mit Beispielen aus der „Designer Collection“ des Herstellers fort, mit der sich Stuckateure und Maler in der anspruchsvollen Wandgestaltung vom Wettbewerb absetzten können.

Auch für die bei StoDesign als Linear bezeichnete Technik innerhalb der „Designer Collection“ muss der Untergrund sehr eben sein. Darauf wird Stolit Milano im gewünschten Farbton (hier 12DC950) einmal oder mehrfach (ebenfalls als Grund- oder Ausgleichsspachtelung) mit der Traufel aufgezogen; Spachtelgrate oder Traufelschläge werden plangeschliffen und anschließend gründlich entstaubt. Ab diesem Arbeitsschritt unterscheidet sich diese Technik von der in bauhandwerk 6.2012 auf Seite 73 bereits vorstellten Fleck-Technik: Nun trägt der Handwerker mit einer langflorigen Rolle die gefüllte Strukturfarbe StoColor S grob im gewünschten Farbton auf (hier 12DC950) und bearbeitet sie – noch nass – mit einer Strukturbürste. Diese wird dabei flach angewinkelt gehalten, während der Handwerker etwa 60 bis 70 cm lange Besenzüge ausführt. Die Übergänge am Besenansatz sollten zum angrenzenden Besenzug auslaufen und versetzt ausgeführt werden. Nach Trocknung der Struktur wird die Oberfläche leicht angeschliffen, um die Spitzen zu brechen, und anschließend gründlich entstaubt. Im nächsten Schritt trägt der Handwerker Stolit Milano im gewünschten Farbton (hier 12DC320) als Schlussspachtel auf, indem er das Material stramm in Struktur-Richtung bis auf die Besenzugstruktur aufzieht. Wichtig ist, dass der Putz einen Hellbezugswert über 15 aufweist. Das porenfreie Verschlichten der angetrockneten Schlussspachtelung erfolgt mit einer leicht befeuchteten Latexschwammscheibe. Leichter Materialüberschuss wird dabei abgenommen, bis der im Besenzug strukturierte Untergrund wieder sichtbar ist.

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