Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Tesla liefert seit Februar sein Model 3 in den deutschen Markt. Rund 60 000 Euro kostet das Einstiegsmodell – Allradantrieb und 80,5 kWh-Batterie inklusive. Auch der neue e-tron von Audi geht noch in diesem Jahr an den Start. Bei einem Preis ab rund 80 000 Euro ist auch der nicht gerade ein Schnäppchen. Anders sieht es preislich bei der vollelektrischen Version von Kia aus: den e-Niro soll es ab April zu einem Einstiegspreis von etwa 38 000 Euro geben. Es tut sich also einiges in Sachen Elektromobilität im Land. Und das gilt auch für elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge.  Citroen, Nissan, Peugeot, Renault und VW bieten vollelektrische Versionen ihrer Fahrzeuge für das Handwerk an. Eine Sonderstellung nimmt in diesem Reigen der StreetScooter ein. Ursprünglich von der RWTH Aachen für die Post entwickelt, wendet sich das gleichnamige Unternehmen nun auch mit unterschiedlich ausgebauten Modellen für verschiedene Gewerke an das Bauhandwerk. Wir durften Ende Januar bei Temperaturen um den Gefrierpunkt den StreetScooter als Pritschenversion mit einer 40 kWh-Batterie einem Härtetest unterziehen. Was dabei herausgekommen ist und wie uns das Fahrzeug gefallen hat, lesen Sie hier.

Aber nicht nur wir probieren gerne mal etwas aus. Das renommierte Rotterdamer Architekturbüro MVRDV machte in Ams-terdam die Baustelle zum Labor für handwerkliche Forschung und baute dort zwei Häuser, bei denen die Backsteinfassade von der Traufe bis zum Sockel fließend in eine Glasfassade übergeht. Eine „Metamorphose“ von Ziegel zu Glas, bei der es so aussieht, als würden die Häuser sich nach unten hin auflösen, als würden sie verschwinden oder durchsichtig werden, was sie ja auch tun. Wie in diesem Beitrag zu sehen, vermauerten die Handwerker aber nur die Ziegelsteine, die Steine aus massiv gegossenem Glas, die exakt in das Steinmaß des Ziegelmauerwerks passen, klebten sie.

Wer sagt also, dass Bauen rückwärtsgewandt sei, wenn es vom traditionellen Handwerk ausgeführt wird? Fortschritt und Tradition müssen kein Widerspruch sein, wie die beiden unter dem Namen „Cristal Houses“ in Amsterdam erbauten Wohn- und Geschäftshäuser ebenso zeigen wie der StreetScooter.

Viel Erfolg bei der Arbeit wünscht

Ihr Thomas Wieckhorst

In Amsterdam machte das renommierte
Rotterdamer Architekturbüro MVRDV die Baustelle zum Labor für handwerkliche Forschung

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 11/2008

Allrad Der Toyota Hiace 4x4 im BAUHANDWERK-Praxistest

Was tut man nicht alles für ein gutes Foto – um unser Testfahrzeug angemessen ablichten zu können, ist keine Baustelle vor der Redaktion sicher. Nur wenn es, wie in der Woche unserer Testfahrt,...

mehr