Q3-Oberflächen leicht gemacht

Hochwertige Q3-Oberflächen mit wenig Aufwand erstellen: Unser Beitrag zeigt, warum die porenfreien LaDeko Gipsplatten für den Trockenbauer den Spachtelaufwand verringern und wie diese Platten verarbeitet werden.

Statt einer Standardverspachtelung werden im Trockenbau zunehmend hochwertige Q3-Oberflächen gefordert. Trockenbaubetriebe sind deshalb auf der Suche nach neuen Techniken, um diesen Anspruch schnell und sicher erfüllen zu können. Eine Lösungsmöglichkeit bietet LaDeko mit besonders glattem, porenfreiem Karton. 

Verarbeitung und Spachteltechnik

„Auch bei Oberflächen in Q3-Qualität lassen sich Fugen-Abzeichnungen bei Streiflicht nicht völlig ausschließen“, erläutert Manfred Blech, Produktmanager Lafarge Gips. „Deshalb sollte man an der Wand Querfugen vermeiden, indem man raumhohe Platten einsetzt.“ Die Gipskartonplatte LaDeko gibt es daher standardmäßig in 2000 und sogar in 2500 mm Länge. An der Decke ordnet man die Querfugen parallel zum Streiflicht an.

Q3-Oberflächen mit LaDeko lassen sich mit weniger Aufwand erstellen: Auf herkömmliche Weise werden nach der Standardverspachtelung (Q2) zunächst die Fugen breiter ausgespachtelt. Anschließend zieht man die restliche Kartonoberfläche bis zum Porenverschluss scharf ab. Dieser zweite Schritt entfällt mit LaDeko, eben weil die Oberfläche porenfrei ist. Zudem wirken die Platten durch ihre weiße Sichtseite bereits wie fertige Oberflächen. Um weiße, vorgrundierte Q3-Oberflächen herzustellen und um sicherzustellen, dass die Saugfähigkeit von Fuge und Platte identisch ist, verarbeitet man die Gipsplatte im System mit LaDekofix. Dieser Fugenfüller und Finishspachtel lässt sich mit oder ohne Bewehrungsstreifen verarbeiten. Durch halbrund abgeflachte Längskanten und das minimale Einfallverhalten des pulverförmigen, abbindenden Fugenfüllers lassen sich Abzeichnungen der Längsfugen weitgehend verhindern.

Lassen sich Querfugen nicht vermeiden, sollte man die Plattenquerkanten leicht anschrägen und vor dem Verspachteln mit einem feuchten Pinsel oder Schwamm säubern. Anschließend kann man die Fugen innerhalb von 24 Stunden mit einem Hand- oder Schwingschleifer und Schleifpapier (Körnung 60-100) bearbeiten. Dabei gilt es, die sehr glatte und feine Kartonoberfläche nicht anzuschleifen.

Die Schleifbarkeit lässt sich mit Hilfe des pastösen, gebrauchsfertigen Fugenfüllers und Finishspachtels LaFillfix weiter optimieren: Im zweiten und dritten Spachtelgang spachtelt man dazu die Längs- und Querfugen mit besagtem Fugenfüller und Finishspachtel breit aus. Diese Bereiche lassen sich anschließend besonders gut schleifen. Vor einer weiteren Beschichtung muss der Trockenbauer die Spachtelflächen mit Grundierung behandeln. Die übrige Verarbeitung ist gleich. Auch hier entfällt das scharfe Abziehen der Restfläche – das spart Zeit und damit Geld.

Weitere Informationen findet man im Internet unter www.lafarge.de oder direkt bei der Lafarge Gips GmbH unter Tel.: 06171/ 61-3324.

Mit dem LaDeko-System lassen sich Abzeichnungen der Längsfugen weitgehend vermeiden

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