Sanierputz für Piuskapelle

Feuchtigkeit hatte die Bausubstanz der Piuskapelle bei Balve über Jahrzehnte geschädigt und war bis zur hölzernen Empore vorgedrungen. Der Stuckateurbetrieb Jörg Roland sanierte das Gebäude mit dem Sanierputzsystem MineralSanoPro im vergangenen Jahr ehrenamtlich.

Die 1878 eingesegnete Piuskapelle wurde Papst Pius IX. geweiht. Der Vikar Christoph Adrian hatte den Bau unter Einsatz seines Privatvermögens vorangetrieben. Direkt neben der Kapelle liegt ein russischer Soldatenfriedhof. Abgesehen von der Kirchenverwaltung engagieren sich Bürger und insbesondere Handwerker der Stadt Balve ehrenamtlich für den Erhalt der Kapelle.

Diese Engagement war für die Piuskapelle auch dringend erforderlich, denn an den Innenwänden waren immer größere Ausblühungen und Farbabplatzungen sichtbar geworden, vor allem im Bereich der Kirchenbänke und hinauf bis zur Orgelempore. Die wertvolle Orgel zu schützen war denn auch einer der ausschlaggebenden Beweggründe für eine gründliche Sanierung der Kapelle. „Über viele Jahre gab es immer wieder Versuche, das feuchte Mauerwerk zu sanieren. Doch nach kurzer Zeit kam an den Wandflächen wieder Feuchtigkeit zum Vorschein. Da empfahl mir ein ehemaliger Mitarbeiter das Sanierputzsystem von epasit,“ sagt der ausführende Stuckateurmeister Jörg Roland aus Balve-Garbeck.

Sanierung der feuchte- und salzbelasteten Wände

Jörg Roland saniert die Innenseiten der Außenwände vom Fußpunkt an aufwärts mit großer Sorgfalt. Aufgrund der vorhandenen Salzkontamination war es wichtig, einen Putz mit besonders guter Salzverträglichkeit ins Spiel zu bringen. Im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit wird dadurch nicht eingesperrt, sondern kann diffundieren. Zunächst entfernten die Stuckateure den vorhandenen Putz restlos, kratzten lose Fugen aus und reinigten diese trocken. Im Anschluss kam der Haftspritzbewurf MineralSanoPro hb halbdeckend zum Einsatz. Verputzt wurde zwei Tage später mit dem dazugehörigen Sanierputz epasit MineralSanoPro Ipf-WTA. Ziel dieser Arbeiten war es, die Putzfläche nicht glatt sondern unruhig wie das Mauerwerk erscheinen zu lassen.

Mineralisches Saniersystem stoppt „Mauerfraß“

Das Putzsystem zur Sanierung von feuchtem und salzbefallenem Mauerwerk wurde bereits Anfang der 1970er Jahre entwickelt und ist seither beinahe unverändert im Einsatz. Vor Jahrzehnten sanierte Gebäude sind noch heute in einwandfreiem Zustand und belegen seine Wirkweise. Mit hohem Porenvolumen, geringer Saugfähigkeit und guter Wasserdampfdurchlässigkeit fördern die aufeinander abgestimmten Bestandteile von MineralSanoPro die natürliche Austrocknung des Gemäuers. Es erfüllt alle Auflagen des Denkmalschutzes und der europäischen Norm EN 998-1 und bekam als erstes Sanierputzsystem das WTA-Zertifikat zuerkannt.

Autorin

Dipl.-Betriebswirtin Peggy Wandel ist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der Firma epasit in Ammerbuch-Altingen verantwortlich.

Ziel der Arbeiten war es, die Putzfläche nicht glatt sondern unruhig wie das Mauerwerk erscheinen zu lassen

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