Sichere Treppe

Sanierung der Treppenanlage am Hansa-Park in Sierksdorf mit „Triflex TSS“

Ein Abriss der sanierungsbedürftigen Treppe vom Bahnsteig zum Hansa-Park in Sierksdorf kam nicht in Frage. Stattdessen wurde die Treppenanlage mit „Triflex TSS“ auf Basis von Polymethylmethacrylat (kurz PMMA) saniert und erhielt ein neues Geländer.

Die Treppe zum Bahnsteig in Sierksdorf ist als zentraler Zugang zum Hansa-Park täglich hohen Belastungen ausgesetzt. Tausende Besucher nutzen diese als schnellste Verbindung zum Freizeitpark. Nach jahrzehntelanger Nutzung zeigten sich deutliche Schäden am Beton und an der alten Epoxidharzbeschichtung. Abplatzungen, Feuchtigkeit im Untergrund und Unebenheiten beeinträchtigten die Sicherheit und das Erscheinungsbild. Ein Abriss der kompletten Treppe kam aus wirtschaftlichen und nachhaltigen Gründen nicht in Betracht. Der Verarbeiter und Xcellence Partner, Schneider Malereibetrieb und Bauleistungen GmbH, empfiehl aufgrund langjähriger Erfahrungen deshalb eine Sanierung mit den Systemen vom Flüssigkunststoff-Hersteller Triflex.

Langfristig Wasserundurchlässig

Die Anforderungen an die neue Oberfläche waren hoch. Die Konstruktion aus den 1980er Jahren sollte langfristig wasserundurchlässig sein, den stetigen Witterungseinflüssen trotzen und eine klare Orientierung für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen bieten. Ebenso wichtig war eine kurze Ausführungsdauer. Die Wahl fiel daher auf das speziell für Treppen entwickelte PMMA-Dickbeschichtungssystem „Triflex TSS“. Der Verlaufmörtel widersteht dauerhaft den hohen mechanischen Belastungen auf Treppen. Die Beschichtung ist rutschhemmend und kombiniert dank farblicher Gestaltungsmöglichkeiten Funktionalität und Optik. „Triflex TSS“ kann bei Untergrundtemperaturen bis 0 Grad Celsius verarbeitet werden und eignet sich daher für Arbeiten in der kühleren Jahreszeit.

Dauerhaft trittsicher

Zu Beginn der Arbeiten wurde der Untergrund durch Schleifen, Fräsen und Kugelstrahlen vorbehandelt und gereinigt. Im Anschluss erhielten alle Stufen und Podeste eine Grundierung mit „Triflex Cryl Primer 276“. Dies legte die Grundlage für optimale Haftbedingungen der weiteren Schichten. Danach ging es an die Abdichtung der Treppenstufen, Wangen und Podeste. Hierfür verwendeten die geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „Triflex ProDetail“ für die Details und das selbstnivellierende „Triflex ProFloor“ für die Herstellung der Nutzschicht. Es gleicht Unebenheiten aus und schafft eine trittsichere Oberfläche, die dank des dickschichtigen Aufbaus robust geschützt ist. Die Trittkanten der einzelnen Stufen wurden zudem mit einer Edelstahl-Abschlussschiene aus dem TSS-System verstärkt.

Im nächsten Arbeitsschritt streuten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Quarzsand ein, um eine rutschhemmende und trittsichere Fläche in der Klasse R12 herzustellen. Die abschließende Versiegelung mit „Triflex Cryl Finish 205“ erfolgte in zwei Farbtönen. Um den Beginn der Treppenstufe zu signalisieren, setzte man die Signalfarbe Gelb ein. Die kontrastreiche Gestaltung erleichtert die Wahrnehmung der Stufen und unterstützt Menschen mit Sehbeeinträchtigung.

Überzeugendes Ergebnis

Triflex begleitete das Bauvorhaben von Beginn an. „Wir stimmten das Vorgehen und die Ausführung detailliert ab. Die Begleitung bei diesem Projekt war umfassend. Unsere Zusammenarbeit mit den Fachleuten von Triflex verlief strukturiert und die Arbeiten konnten zügig abgeschlossen werden“, sagt Hermann Cadoes vom ausführenden Betrieb.

„Die Problemstellung wurde klar analysiert und eine Lösung erarbeitet. Besonders die Sauberkeit und sehr gute Ausführungsqualität unterstreicht die bereits langjährige Zusammenarbeit. Gemeinsam gelöst eben!“, ergänzt Tobias Berger, Gebietsverkaufsleiter Triflex.

Die robusten PMMA-Schichten schützen den Beton vor eindringender Feuchtigkeit und bewahren die Konstruktion vor erneuten Abplatzungen. Die Oberfläche ist nun eben, rutschhemmend und hoch abriebfest und durch die farbliche Gestaltung ist für eine sichere Orientierung gesorgt. Das erneuerte Geländer fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Diese Sanierung stellt eine klare Aufwertung des gesamten Zugangsbereichs dar und stärkt die Verbindung zwischen Bahnhof und Freizeitpark nun für viele weitere Jahre.

 

Autor

Lukas Leppert arbeitet als technischer Berater bei der Firma Triflex in Minden.

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