1960er-Jahre-Architektur in Köln revitalisiert

In direkter Nachbarschaft zum Gerling-Areal befindet sich die Spiesergasse 20. Das Stadthaus wurde 1955 als Eckgebäude in der Kölner Innenstadt durch Winand Müller erbaut. Danach nutzte es der Gerling-Konzern als Wohn- und Geschäfts- sowie später auch als Bürogebäude. Nach einem Privatauftrag wurde es von 2011 bis 2012 unter Federführung des Kölner Büros kister scheithauer gross architekten und stadtplaner für rund 1,5 Millionen Euro umgebaut und revitalisiert. Um den vorhandenen Charakter und die Atmosphäre der 60er-Jahre-Architektur zu erhalten und behutsam zu transformieren, integrierten die Architekten alle neuen Einbauten und Änderungen in die bestehende Architektur. Mit dem Umbau befreiten die Handwerker die Etagen von fast allen Trennwänden, wodurch vier Loft-Geschosse und das Dachgeschoss nun flexibel als Büros genutzt werden können. Jede Etage erhielt als Grundausstattung ein raumhohes, multifunktionales Einbaumöbel, das sich über die gesamte Länge der Grundrisse erstreckt und deren Rückgrat bildet. Aber auch von außen zeigt sich das ehemalige Gerling-Gebäude mit einem neuen Gesicht: Rahmenlose Fensterelemente heben durch ihre zurückhaltende Gestaltung die Qualitäten der bestehenden Natursteinfassade besonders hervor.

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 12/2025

Denkmalgerechte Sanierung eines Kölner Mehrfamilienhauses mit Aerogel-Dämmputz

Die Kölner Altstadt ist bekannt für ihre verwinkelten Gassen und ihr mittelalterliches Flair. Tatsächlich jedoch wurden viele der heute unter Denkmalschutz stehenden Häuser um 1935 saniert,...

mehr
Ausgabe 11/2011

Wettbewerb „Häuser des Jahres“ entschieden

Erstmalig lobte der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum den Wettbewerb „Häuser des Jahres – die besten Einfamilienhäuser“ aus. Die Jury wählte aus gut 200...

mehr
Ausgabe 12/2022

Fassade und Dachstuhl einer Jugendstilvilla in Münster mit Remmers Systemen instand gesetzt

Östlich des historischen Stadtzentrums von Münster liegt das Erphoviertel. Das zum Bezirk „Mitte“ gehörende Wohnviertel ist geprägt von vielen Altbauten – vielfach aus der Zeit zu Beginn des...

mehr
Ausgabe 11/2022

Ausbau des Kölner Dom-Hotels zum 5-Sterne-Plus-Standard mit Trockenestrichsystemen

Hotelneubau hinter der unter Denkmalschutz stehenden Fassade des alten K?lner Dom-Hotels

2023 soll der Umbau des gesamten Gebäudeensembles Dom Carrée zu einem exklusiven Highlight auf der Domplatte abgeschlossen sein. Etwa 5430 m2 sind für exklusive Shops reserviert. Den Großteil der...

mehr