Mit Silikon Stempel für Holzoptik abformen

Für viele kreative Techniken, oder um alte Formen wieder neu zu beleben, ist das Abformen mit Dubliersilikon ein altbewährtes Mittel. Stuckateuren ist das Nachstellen oder Restaurieren von Büsten oder Reliefs gut bekannt, aber auch für kreative Wandtechniken kann man Silikonformen als Stempel verwenden.

Auf Grundlage des Objektes, in diesem Fall eine angeraute Holzpanele, wird um die abzuformende Fläche eine Art Wanne gebaut. Diese sollte rundum dicht sein, da das Dubliersilikon in jede kleinste Vertiefung eindringt. Die einmal gefertigte Grundlage kann danach immer wieder verwendet werden.

Silikon

Das Silikon besteht meist aus zwei Komponenten; eine Komponente ist weiß, die andere je nach Hersteller grün, oder rosa. Silikon wird in verschiedenen Härtegraden angeboten; es sollte immer eine weichere Variante gewählt werden, da sich diese besser vom Untergrund ablösen lässt und nicht so leicht bricht.

Die Mischung

Anschließend wird das flüssige Silikon zu gleichen Gewichtsanteilen in einem Gefäß, optimal ist Metall, da es sich besser reinigen lässt, eingewogen und gründlich vermischt. Die Mischung ist sehr entscheidend für die Qualität und Aushärtung der Abform.

Einfüllen

Ist die Mischung fertig, hat man je nach Hersteller etwa zehn Minuten Zeit zum Einfüllen in die Form. Man sollte die Mischung sehr langsam einfüllen, um der Entstehung von Luftblasen entgegenzuwirken. Das Silikon verläuft selbständig und härtet nach etwa einer Stunde aus.

Entfernen

Nachdem das Silikon ausgehärtet ist, was man am besten mit leichtem Druck an der Rückseite testet, hebt man mit einem Putzeisen oder einem kleinen Spachtel vorsichtig eine Ecke der Abform an, um sie dann mit Gefühl aus der zuvor erstellten Wannenform zu entfernen. Das Silikon löst sich zwar leicht, bleibt aber – da es sehr gut hinterläuft – beim ersten Entfernen oft noch etwas haften.

Stempel zum Gestalten

Mit der fertigen Form kann beispielsweise in einer dünnschichtigen mineralischen Putzlage wie mit einem Stempel eine Holzstruktur imitiert werden. Nach der farbigen Gestaltung ist die kreative gestaltete Wand fertig. Bei größeren Abformen, wie zum Beispiel einer Büste, muss die erhärtete Silikonform noch in ein Gipsbett eingelegt werden, um die Formstabilität beim Einfüllen zu gewährleisten.

Autor

Thomas Stärke arbeitet als Anwendungstechniker bei der Baumit GmbH in Bad Hindelang.

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 2013-03

Glättspachtel Q4 für kreative Oberflächen

Glatte Oberflächen erfordern ein hohes Maß an handwerklichem Geschick sowie qualitativ hochwertige Materialien, wie spezielle Glättspachtel. Ein solcher schleifbarer Glättspachtel, der leicht und...

mehr