Spezialberuf Bauwerksmechaniker

Die Ausbildung zum Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik ist zwar eine Spezialdisziplin des Bauhandwerk, nichtsdestotrotz aber hochinteressant. Noch in diesem Jahr sind weitere freie Lehrstellen für den hoch technisierten Spezialberuf verfügbar.

„Bei entsprechender Eignung ist ein Einstieg noch bis Ende des Jahres möglich“, erklärt Britta Keinemann, Vorsitzende des Ausschusses für Aus- und Weiterbildung im Fachverband Betonbohren und -sägen. „Das Angebot richtet sich an Haupt- und Realschulabgänger mit technischem Verständnis und handwerklichem Geschick. Interessenten vermittelt der Fachverband Ausbildungsbetriebe in ganz Deutschland.“ Informationen zum Berufsbild sind im Internet unter www.fachverband-bohren-sägen.de abrufbar.  

Spezialisten mit Zukunftsperspektive

Bauwerksmechaniker sind spezialisierte Experten, die im Baugewerbe dringend gesucht werden. Mit rund 95 Prozent ist die Übernahmequote der Auszubildenden in die Fachbetriebe entsprechend hoch. Und der Beruf hat Zukunft: Die Tätigkeitsfelder reichen vom Rückbau alter Industrieanlagen, über die energieoptimierte Sanierung im privaten und gewerblichen Bau bis hin zur Demontage der bald abgeschalteten Kernkraftwerke. In der Regel erfolgt dies durch Betonsägen mit fast schon chirurgischer Präzision. Bei entsprechender Qualifizierung können Bauwerksmechaniker später als Polier oder Bauleiter arbeiten, sich zum Bauingenieur oder Architekten weiterbilden oder sich als Experte auf dem Gebiet des Betonbohrens und -sägens selbstständig machen. Auch eine spätere Unternehmensnachfolge der kleinen und mittelständischen Betriebe kann eine langfristige Perspektive sein.

 

Eine Ausbildung für zwei Berufe

Die Berufsausbildung erfolgt zweistufig: Die ersten beiden Lehrjahre, die mit der Qualifikation zum Hochbaufacharbeiter abgeschlossen werden, vermitteln grundlegende Kenntnisse in der Herstellung von Wänden, Treppen und Decken aus Beton, Stahl oder Holz. Im letzten Ausbildungsdrittel steht die Spezialisierung im Abbruch, Rückbau sowie Betonbohren und -sägen auf dem Programm. Zuverlässige Partner sind die Fachverbandsmitglieder unter den Herstellerfirmen der Werkzeug- und Maschinentechnik. „Sie stellen unseren Lehrlingen in der überbetrieblichen Ausbildung die modernste Generation an Werkzeugen zur Verfügung und bieten bei Bedarf eine persönliche Betreuung durch eigenes Fachpersonal. Dadurch ist die Ausbildung auf dem technologisch neuesten Stand und unsere Azubis sind nach der Lehre gefragte Fachkräfte mit hervorragenden Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt“, so Keinemann abschließend.

Die Arbeitsgebiete reichen vom Rückbau alter Industrieanlagen bis zur energieoptimierten Sanierung von Wohnhäusern

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