Getreidespeicher werden zu Wohnraum

Steinwolle-WDVS für zwei ehemalige Getreidespeicher in Magdeburg

Zwei ehemalige „Reichseinheitsspeicher“ im Magdeburger Hafen wurden zu modernen Wohngebäuden umgebaut und sind heute Teil des entstehenden Wissenschaftsparks. Bei der Fassadendämmung
entschieden sich die Verantwortlichen für ein WDVS mit formstabilen Steinwolle-Putzträgerplatten.

Mit einem klaren Blick für das Potenzial alter Gebäude stand die Thomasblock eGbR seit Jahren hinter dem Plan, zwei „Reichseinheitspeicher“ im Magdeburger Hafen, erbaut in den 1930er-Jahren, in moderne Wohngebäude zu verwandeln. Auf einer Halbinsel in der Elbe gelegen, würden sie einen Wasserblick aus jeder Wohnung garantieren. Dipl.-Ing. Architekt Uwe Thal aus Gommern entwickelte für seinen langjährigen Auftraggeber ein Konzept für Umnutzung, Sanierung, Ausbau und Brandschutz.

Gemeinsames Ziel der Bauherren und des Architekten war es, den seit bald 90 Jahren in der Stadt bekannten Charakter der Gebäude zu bewahren und dennoch Raum für zeitgemäßes Wohnen zu schaffen. Bei der Fassadendämmung entschieden sich die Verantwortlichen für ein Wärmedämmverbundsystem mit Putzträgerplatten aus Steinwolle der Deutschen Rockwool. Zunächst wurde der „Reichseinheitsspeicher B“ mit der  „Coverrock II“ ausgeführt. Bei der später durchgeführten Fassadendämmung des „Reichseinheitsspeichers“ A kam mit der „Coverrock X-2“ in 260 mm Dicke die Weiterentwicklung dieser Produktlinie zum Einsatz.

Wohnungen für den Wissenschaftspark

Errichtet wurden die beiden zu Wohngebäuden umgebauten Speichergebäude im Jahr 1939 zur Lagerung von Gütern wie Getreide, Zucker, Salz und Futtermitteln. Inzwischen entsteht in der Umgebung auf dem ehemaligen Hafengelände der „Magdeburger Wissenschaftspark“. Das moderne Stadtquartier ist als Museums-, Wissenschafts- und Forschungsstandort gedacht, der neben vielen Arbeitsplätzen auch Wohnraum bieten soll. Über 200 Wohnungen hat allein die Thomasblock eGbR durch die Sanierung der Silos geschaffen.

Im Einklang mit der historischen Substanz entstanden auf 15 Geschossen 116 Wohnungen und 15 Gewerbeeinheiten. Alle Wohnungen verfügen über voll verglaste Balkone. Dank der umsichtigen Sanierung und zeitgemäßen Dämmung erreichen die Gebäude heute Effizienzklasse EH 40.

Formstabile Putzträgerplatte

Dank einer hohen inneren Festigkeit erreicht die nichtbrennbare Putzträgerplatte „Coverrock X-2“ in Dämmdicken bis 200 mm eine Abreißfestigkeit von 
10 kPa (TR10), bei höheren Dämmdicken von 7,5 kPa (TR7,5). Ihre Dübeltragfähigkeit liegt bei bis zu 0,30 kN pro Dübel, so dass auch an hohen Gebäuden vergleichsweise wenige Dübel gebraucht werden. Zugelassen sind Dämmdicken bis 400 mm. Als Alternative zu Putz kommen bei Dämmdicken bis 300 mm auch Bekleidungen mit keramischen Belägen infrage.

Die „Coverrock X-2“ ist beidseitig mit einer Haftbrücke beschichtet. Das erleichtert das Einschwimmen der Platte in den Klebemörtel und sorgt für eine sichere Haftung des Armierungsmörtels. Dieser kann ohne Pressspachtelung aufgebracht werden. Alle am Markt gängigen Verdübelungsarten sind möglich.

In allen Windzonen

Tests haben gezeigt, dass ein WDVS mit einem Dämmkern aus der „Coverrock X-2“ bis zu einer Dämmdicke von 200 mm Windlasten bis 2,40 kN/m2 aufnehmen kann. Damit ist es deutschlandweit und auch in windreichen Regionen wie an den Küsten für Gebäude bis 25 m Höhe einsetzbar (gemäß vereinfachtem Verfahren DIN 1055-4). Genauere Informationen gibt das Anwendungsdokument zur „Coverrock X-2“, das auf der Website der Deutschen Rockwool unter www.rockwool.com  zum Download bereitsteht. Lieferbar sind Putzträgerplatten in Dicken von 80 bis 300 mm. Eine Fassadendämmung von 400 mm entsteht durch eine zweilagige Verarbeitung.

Autor


Markus Schröder ist Senior Produktmanager bei der Deutschen Rockwool GmbH & Co. KG in Gladbeck.

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