Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dieses Jahr soll die Wende kommen: Nach langer Talfahrt wird es für die Baubranche wieder bergauf gehen, prognostiziert der Hauptverband der Bauindustrie. Diese Aufbruchstimmung war spürbar beim Allgäuer Baufachkongress in Oberstdorf, über den wir ab Seite 8 in dieser Ausgabe und auch ausführlich auf www.bauhandwerk.de berichten. Baumit brachte Mitte Januar die Baubranche wieder zusammen und verwob viele thematische Stränge zu einer gelungenen Fachveranstaltung mit Netzwerk-Charakter. Der Bauverlag unterstützte den Kongress als Partner-Unternehmen.

Die beiden Baumit-Geschäftsführer waren mit Blick auf die sich stabilisierenden Zinsen positiv gestimmt, dass die Bauaufträge steigen werden. Der Bedarf nach Wohnraum sei da, und schließlich seien die Deutschen Spar-Weltmeister. Von daher hoffen Helmut Batscheider und Robert Fritzsche auf einen Investitionsschub.

Mit einem großen Motivations-Schubser startete auch der Kongress. Extrembergsteigerin Helga Hengge berichtete von ihrer Besteigung des Mount Everests und das Publikum litt mit ihr. Nicht aufgeben, ans Team glauben und auch mit Rückschlägen umgehen: Dies war nicht nur für die Bezwingung des höchsten Berges der Welt wichtig, sondern lässt sich auch auf unseren Alltag übertragen. Und so gingen die Zuhörinnen und Zuhörer nach diesem gelungenen Auftakt inspiriert in die vielfältigen Fachvorträge, die die drei Kongresstage boten.

Die Themen, darunter Fassade, Farben, Fachkräftemangel sowie Dämmung, Recycling, Service, KI, Digitalisierung und die Praxisvorführungen, kamen an und boten Gesprächsstoff. Der Allgäuer Baufachkongress bot Gelegenheit, sich auch mit bislang unbeliebten Aspekten auseinander zu setzen, beispielsweise öffentliche Ausschreibungen, Fördermöglichkeiten, rechtliche Bestimmungen oder Bauschäden.

Mit diesen optimistisch stimmenden Aspekt möchten wir sie nun in das Neue Jahr 2026 schicken: Mit 13 501 neuen Ausbildungsverträgen im Bauhauptgewerbe 2025 gibt es einen deutlichen Zuwachs von 12,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Bau bleibt also attraktiv für junge Menschen. Laut dem Deutschen Baugewerbe sind Zimmerer und Maurer die  derzeit beliebtesten Ausbildungsberufe, wie Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsche Baugewerbe, in seinem Vortrag beim Kongress auflistete.

Wir wünschen Ihnen frohes Schaffen und viel Spaß bei der Lektüre der ersten Ausgabe der bauhandwerk!  

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