Landtag in Hannover renoviert

Im Juli 2014 tagte der niedersächsische Landtag das letzte Mal in seinem alten Plenarsaal. Der damalige Landtagspräsident Bernd Busemann löschte das Saal-Licht mit folgenden Worten: „Ich freue mich sehr, dass nach den intensiven Vorplanungen der Baubeginn für den neuen Plenarsaal pünktlich erfolgen kann. In den zahlreichen Projektbesprechungen, an denen die Baukommission, das Staatliche Baumanagement, die Oberfinanzdirektion, das Finanzministerium der Landesrechnungshof, der Vorsitzende der Landespressekonferenz Niedersachsens, das Landesamt für Denkmalpflege, die Landeshauptstadt Hannover, die beteiligten Architekten sowie Planungsbüros teilgenommen haben, ist das Bauvorhaben umsichtig und solide vorbereitet worden“.

Die Eröffnungsrede am 27. Oktober 2017 hielt dann der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der besonders die eindrucksvolle Projektarbeit lobte, mit der der historische Saal in einen bürgerfreundlichen, modernen, barrierefreien Plenarsaal umgebaut wurde.

Bei der Renovierung des Plenarsaals im Landtag von Hannover setzte die Firma Goracon-Object, die als Generalunternehmer verschiedene Gewerke koordinierte und ausführte, die großformatigen Werkstoffplatten von Knauf Integral ein. Das Goracon-Object-Team leitete im Rahmen des Umbaus als Generalunternehmer die Gewerke revisionierbarer System-Hohlraumboden/Doppelboden, Stuhlführungssysteme, designorientierte Tischanlagen und Sondermöblierungen sowie hochwertige Bodenbeläge. Realisiert wurden ganze Teile des Projekts mit „GIFAboard“ Gipsfaserplatten. Diese Großplatten bestehen aus Naturgips, REA-Gips, Cellulose und Wasser. Die Bestandteile werden im patentierten Hatschek-Wickelverfahren verarbeitet.

Bei „GIFAboard“ handelt es sich um eine Großplatte mit einer Rohdichte von 1100 oder 1500 kg/m³. Der Einsatzbereich ist vielfältig: Von Wandverkleidungen über Akustikdecken bis hin zu nicht brennbaren Möbeln. Die Platten lassen sich mit herkömmlichen Werkzeugen zu Holzwerkstoffverarbeitung bearbeiten. Die Oberfläche kann beliebig lackiert, lasiert oder beschichtet werden. Sogar gebogene Elemente können aus „GIFAboard“ hergestellt werden. Die Platten sind gemäß der Norm EN 13501-1 nicht brennbar (A1).

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