Liebe Leserinnen, liebe Leser,

haben Sie auch die Messe BAU 2017 in München besucht? Wir waren mit der gesamten Redaktion mehrere Tage vor Ort und haben dabei so viele interessante Produkte, Verarbeitungstechniken, Werkzeuge und Hilfsmittel  entdeckt, dass wir das gesammelte Material erst nach und nach für Sie aufbereiten können. Uns hat die Innovationskraft der Branche ehrlich gesagt überrascht. Wer meinte, bauen tut der Mensch ja schon seit Jahrtausenden, daher sind die wesentlichen Baustoffe, Werkzeuge und Ausführungsmethoden schon längst erfunden, wurde eines Besseren belehrt. Aber sehen sie selbst! Ab Seite 16 haben wir in dieser Ausgabe der bauhandwerk für Sie eine kleine Auswahl unserer Entdeckungen zusammengestellt. Es handelt sich aber – wie gesagt – um eine Auswahl; weitere Neuheiten finden Sie in den nächsten Ausgaben in Form von Produktmeldungen oder Ausführungsanleitungen. Manche der Vorführungen auf der BAU haben wir auch gefilmt. Besuchen sie unseren YouTube-Kanal – es lohnt sich!

Ähnlich positive Eindrücke haben wir bei einem Hersteller gewonnen, der wieder  nicht auf der BAU war: Knauf. Wir haben die Auftaktveranstaltung der „Knauf  Werk­tage“ in Düsseldorf besucht und uns dort die korrekte Verarbeitung zahlreicher Produkte vorführen lassen (ab Seite 12 in diesem Heft). Bei den Gesprächen mit Produktmanagern und Anwendungstechnikern haben wir viel über die Praxis beim Innenausbau gelernt, was künftig in unsere Arbeit am Schreibtisch einfließen wird. Und auch von diesem Termin haben wir viele interessante Videos mitgebracht, die Sie auf unserem YouTube-Kanal finden.

Die besten Baustoffe nützen aber selbst in den Händen der qualifiziertesten Handwerker wenig, wenn es beim Zusammenwirken der Akteure auf der Baustelle hakt. Die Zukunft gehört modernen, Software gestützten Verfahren wie Building Information Modeling (BIM), durch die alle Beteiligten immer auf dem aktuellen Stand sind. Das funktioniert natürlich nur, wenn alle nicht nur über die technischen Voraussetzungen, sondern auch über das entsprechende Knowhow verfügen. Doch obwohl BIM so nützlich und schon längst nichts Neues mehr ist, hapert es genau an dieser Stelle.

Dabei stehen längst nicht immer die Handwerker auf der Bremse, auch viele Planer sind noch nicht in der neuen Zeit angekommen, wie ich bei meinem Besuch der Fachwerkstatt Drücker & Schnitger in Rietberg gelernt habe (ab Seite 8). Der auf die Restaurierung von Fachwerkhäusern spezialisierte Betrieb erzeugt mit Hilfe von Scannern und Software selbst 3D-Modelle, die nicht nur zur Visualisierung oder zur Koordination der eigenen Baustellen dienen. Auch Auftraggeber aus der Industrie nehmen die Kompetenz der Handwerker gerne in Anspruch, wenn beispielsweise ermittelt werden soll, ob und wie eine neue Maschine in eine Halle passt.

Viel Erfolg bei der Arbeit wünscht

Thomas Schwarzmann

Die Zukunft gehört modernen, Software gestützten Verfahren

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