Rigips Trophy 2013/2014 Die Sieger der 9. Rigips Trophy wurden Ende Februar in München geehrt

Mit der offiziellen Bekanntgabe der neun Gewinner der Rigips Trophy 2013/2014 ging der renommierte Trockenbauwettbewerb Ende Februar in München in sein großes Finale. Die ausgewählten Projekte zeigen Trockenbauhandwerk und Trockenbaukunst, die in die Zukunft weisen.

Die Rigips Trophy ist in den 18 Jahren seit ihrer ersten Ausrichtung längst zum festen Begriff für hochwertig ausgeführten und glanzvoll präsentierten Trockenbau geworden. Eine Tradition, mit der auch die 9. Rigips Trophy 2013/2014 nicht bricht.

Sieger Kategorie Trockenbau: TM Ausbau

Zum Sieger in der Kategorie Trockenbau und damit zum Empfänger der Trophäe in Gold wurde die TM Ausbau GmbH aus Puchheim gewählt. Mit ihren Leistungen im umgebauten Deutschen Theater in München begeisterten die Trockenbauprofis die Mitglieder der Fachjury und die Gäste der großen Preisverleihungsgala gleichermaßen. Im Rahmen umfassender Umbau- und Modernisierungsarbeiten in dem im 19. Jahrhundert erbauten Theater realisierte das Team der TM Ausbau GmbH unter anderem eine dreidimensional geformte Lochsichtdecke von Rigips im großen Veranstaltungssaal. Sie entstand als Kombination von übereinander liegenden, gebogenen und entkoppelten Akustik- und Schallschutzkonstruktionen. Integrierte Leuchtkanäle – von den Gewölbetechnik- und Ausbauspezialisten der Voringer GmbH aus Gipsfaserplatten vorgefertigt – sorgen für besondere Lichteffekte.

2. Platz Kategorie Trockenbau: Incotec

Auf den zweiten Platz landete in der Kategorie Trocken­bau das von der Incotec GmbH & Co. KG aus Altdorf umgebaute und modernisierte Rheingaupalais in Wiesbaden. Der in den Jahren 1837 bis 1838 errichtete Gebäudekomplex, zu dem auch eine Villa mit rund 600 m2 Nutzfläche gehört, ist ausgewiesenes Kulturdenkmal. Der Umbau zur neuen Hauptverwaltung eines großen Industrieunternehmens konnte also nur nach den Vorgaben des Denkmalschutzes und sehr behutsam erfolgen. Nach der Teilentkernung wurden Troc­ken­bau­konstruktionen mit der historischen Bausubs­tanz kombiniert. Hochgesteckte Ansprüche an Raumakustik, Behaglichkeit und Energieeffizienz wurden dabei unter anderem mit der Spezialgipsplatte Climafit erfüllt.

3. Platz Kategorie Trockenbau: Okel

Über den dritten Platz in der Kategorie Trockenbau konnte sich die Okel GmbH & Co. KG aus Diemelstadt freuen. Mit umfangreichen Trockenbauarbeiten in der umgebauten Hauptstelle der Kasseler Bank schufen Burkhard Okel und sein Team moderne Büro- und Beratungsräume für den Bankbetrieb mit einer deutlich verbesserten Raumakustik, hohem Brandschutz und moderner Lichttechnik – unter anderem in dem zweigeschossigen glasüberdachten Lichthof, der als zentrale Kundenhalle dient. Mit seinen Öffnungen in die angrenzenden Bürotrakte waren aufwendige Brandschutzarbeiten infolge zahlreicher Durchdringungen und entsprechend komplexer Abschottungen erforderlich. Das Gestaltungskonzept setzte zudem einen hohen Anspruch an die Integration flächenbündiger Ausbauelemente wie Beleuchtungskörper, Lautsprecher, Meldeanlagen und Sensorik.

Innovationspreis: TM Ausbau

Eine ungewöhnliche und zugleich leistungsfähige Raumakustiklösung findet sich an der Auditoriumsdecke des Fakultätsgebäudes für Kunst und Musik der Universität Augsburg. Für die Umsetzung dieser raumakustisch wirksamen Decke wurde die TM Ausbau GmbH aus Hofheim mit dem Innovationspreis ausgezeichnet. Die Decke besteht aus senkrechten Schotten, die als Fertigelemente aus Rigidur H-Gipsfaserplatten von der Voringer GmbH vorgefertigt wurden. Um eine exakt lineare Ausrichtung der Schotte an der eigens entwickelten Unterkonstruktion zu gewährleisten, wurde die äußere Lage der Schotte ebenfalls als Formteilschale aus Gipsfaser vorgefertigt und mit Stoßversatz über die Segmente geführt. Im Anschluss an die Montage erfolgte die Endspachtelung in Q 4. Eine weitere Vorgabe war die Integration der, die Schotte durchdringenden, Lüftungsauslässe.

Sieger Akustiksysteme: Germerott Innenausbau

Eine erstklassige Klangqualität war die Zielmarke für den Umbau des großen Orchesterprobensaals des Nie­der­sächsischen Staatstheaters in Hannover. Ebenso erstklassig umgesetzt wurde das raumakustische Konzept von der Germerott Innenausbau GmbH & Co. KG aus Gehrden – dem diesjährigen Gewinner im Leis­tungsbereich Akustiksysteme. Alle raumbildenden Elemente im 9 m hohen Saal sowie die Anschlüsse an begrenzende Bauteile wurden von der Gebäudehülle akustisch entkoppelt ausgeführt. Zum Deckeneinbau etwa wurde eine spezielle Unterkon­struk­tion mit Mineralwollematten gedämmt und an Federn aufgehängt. An die Unterseite der Konstruktion montierten die Handwerker eine Decke aus glatten Bauplatten RB und daran die Sichtdecke aus Gipskarton-Faltelemen­ten an unterschiedlich langen Abhängern montiert.

Sieger Brandschutzsysteme: Frings Montagebau

Mit individuell entwickelten und umgesetzten Brandschutzlösungen im alten Posthof der Trierer Hauptpost sicherte sich die Frings Montagebau GbR den Sieg im Leistungsbereich Brandschutzsysteme: Die Revitalisierung des historischen Gebäudeensembles forderte ein hohes Maß an Brandschutzkompetenz von den Trockenbauprofis aus Altrich. So wurden etwa 4800 m2 der insgesamt 6000 m2 umfassenden Deckenflächen als Brandschutzdecken ausgebildet. Wichtigste „Utensilien“ dabei: Feuerschutzplatten RF sowie die speziellen Glasroc F (Ridurit)-Brandschutzplatten. Stahlstützenbekleidungen, Schachtwandkonstruktionen und der brandschutztechnische Ausbau eines Dachgeschosses gehörten ebenso zu den Herausforderungen wie die Wiederherstellung von historischen Rundbögen und Stützen im Bereich eines Ladengeschäftes.

Sieger Premiumsysteme: Kara Trockenbau

Ballwurfsicher sollte es in einer Sporthalle im badischen Bühl zugehen: Für den vorbildlichen Einsatz leistungsfähiger Premiumsysteme von Rigips wurde die Kara Trockenbau GmbH aus Baden-Baden mit dem Preis in dem gleichnamigen Leistungsbereich ausgezeichnet. Besondere Bedeutung in diesem Wettbewerbsobjekt hatte die Konstruktion der Hallendecke, deren Unterkonstruktion speziell für diesen Einsatz entwickelt wurde und für die ein statischer Nachweis erforderlich war. Einen großen Teil der Decke beplankten die Handwerker ballwurfsicher mit robusten Rigidur H-Gipsfaserplatten. Teilbereiche mit einer Kühl-/Heizdecke erhielten eine Beplankung aus ClimaTop-Platten, andere Flächen wurden mit akus­tisch wirksamen Rigiton-Lochplatten bekleidet.

Sieger Wohnbau: Freyer Bauunternehmen

Vier Wohnungen im Premiumsegment sollten in der obersten Etage eines Berliner Hauses aus der Gründer­zeit entstehen. Mit dem Umbau des in einem desola­ten Zustand vorgefundenen Dachgeschosses sicherte sich die Freyer Bauunternehmen GmbH aus Müll­rose den ersten Platz im Leistungsbereich Wohnbau. Dem Gebäude sollte ein optisch auffälliges, dem Charakter seiner Entstehungszeit aber entsprechendes Aussehen gegeben werden. Der Architekt wählte eine Kuppelform mit aufgesetzter „Laterne“ und Spitzgiebel mit segmentierten Verglasungen. Damit konnten die Raumhöhen dem Höhenkonzept des Gebäudes angeglichen werden.

Sieger Shop-/Präsen­tationsflächen: Malerwerkstätten Heinrich Schmid

Mit dem Ausbau eines teilentkernten Altbaus in Stuttgart-Plieningen entstand auf drei Etagen das extravagante Carhotel mit einer Präsentationslandschaft für hochwertige Automobile. Die perfekte Umsetzung der geplanten Formen, Höhenversätze und freien Auskragungen im Grenzbereich des physikalisch noch Möglichen sowie der hohe Anteil an Eigenentwicklungen machten das verantwortliche Fachhandwerksunternehmen, die Malerwerkstätten Heinrich Schmid GmbH & Co. KG aus Pfullingen, zum Gewinner im Leistungsbereich Shop-/Präsen­tationsflächen. Umlaufende, bauseits verputzte Betonwände wurden mit Vorsatzschalen versehen, wobei konkave und konvexe Formen sowie Freiformen zu gestalten waren. Mit Planpapieren erfolgte die Übertragung Eins zu Eins auf die Flächen der Gipskartonplatten. Es entstanden Rundungen und Schrägen sowie hinterleuchtete Nischen innerhalb der Vorsatzschalen.


Autoren

Martin Büsch ist Leiter Kommunikation und Marketing, Karin Melder Projektmanagerin für Messen, Events und Promotion bei der Saint-Gobain Rigips GmbH in Düsseldorf.

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