Sanierung einer Fachwerkfassade in Niederorschel mit „Lignodur FlexGuard 871“ und „Extrasil 1911“ von Brillux

Eine Sanierung des Fachwerkhauses in Niederorschel war das Gebot der Stunde. Der Malerfachbetrieb Bergener stellte die ursprüngliche Wirkung der Gebäudehülle mit kräftigen Farbakzenten wieder her. „Lignodur FlexGuard 871“ und „Extrasil 1911“ von Brillux schützen zugleich langfristig die Bausubstanz.

Historische Ästhetik in Verbindung mit zeitgemäßem Substanzschutz: Der Malerfachbetrieb Bergener revitalisierte die geschmückte Fassade eines Fachwerkhauses in Niederorschel Historische Ästhetik in Verbindung mit zeitgemäßem Substanzschutz: Der Malerfachbetrieb Bergener revitalisierte die geschmückte Fassade eines Fachwerkhauses in Niederorschel
Foto: Brillux

Historische Ästhetik in Verbindung mit zeitgemäßem Substanzschutz: Der Malerfachbetrieb Bergener revitalisierte die geschmückte Fassade eines Fachwerkhauses in Niederorschel
Foto: Brillux
Mit seiner sanierten Fassade prägt das Wohngebäude aus dem Jahr 1906 heute wieder das Ortsbild des thüringischen Niederorschel und fällt durch seine detailreiche Gestaltung sofort ins Auge. Ursprünglich diente es als Verwaltungsgebäude eines Sägewerks. Die dunklen Holzbalken des Fachwerks kontrastieren mit den im Eichsfeld typischen weiß verputzten Gefachen. Kräftig rote, über die Fläche hinausragende Balkenköpfe und verzierte halbkreisförmige Elemente gliedern die Fassade und grenzen die Geschosse voneinander ab. Grün-golden gestreifte vertikale Schmucklisenen zieren den Turmerker. Grüne Akzente betonen den hervorspringenden Balkon am Mittelteil des Gebäudes.

Detailverliebtes Farbkonzept für das Eichsfeld

Über die Jahre hatten Witterungseinflüsse deutliche Spuren an der Gebäudehülle hinterlassen. Abgeblätterte Anstriche auf den Holzbalken, abgeplatzter Putz in den Gefachen und ein insgesamt verwittertes Erscheinungsbild machten eine umfassende Fassadensanierung erforderlich. Die Eigentümerin Ritta Müller beauftragte den ortsansässigen Malerfachbetrieb Bergener und ließ Geschäftsführer Tobias Bergener freie Hand bei der Gestaltung.

Grüne Akzente betonen den hervorspringenden Balkon am Mittelteil des Fachwerkgebäudes Grüne Akzente betonen den hervorspringenden Balkon am Mittelteil des Fachwerkgebäudes
Foto: Brillux

Grüne Akzente betonen den hervorspringenden Balkon am Mittelteil des Fachwerkgebäudes
Foto: Brillux
„Reich verzierte Fachwerkfassaden sind typisch für das Eichsfeld“, erklärt der Malermeister. „Entscheidend ist, die historischen Farben aufzunehmen und behutsam so weiterzuentwickeln, dass sie auch aus heutiger Sicht stimmig wirken.“ Gemeinsam mit seinem Team legte Bergener Farbkombinationen an, erstellte Probeflächen und tüftelte so lange an der Zusammenmischung der Farben, bis er die optimalen Nuancen entwickelt hatte. Schritt für Schritt entstand so ein Farbkonzept, das die Holzkonstruktion klar hervorhebt und zugleich ein ruhiges Gesamtbild schafft. Brillux las die Farbtöne mit dem Farbtonmessgerät aus und stellte die Produkte individuell in den benötigten Mengen her.

Schulterschluss zwischen Zimmerer- und Malerhandwerk

Bevor die gestalterischen Arbeiten starteten, galt es, die konstruktive Substanz zu sichern. Hier zahlte sich die gewerkeübergreifende Aufstellung des Malerfachbetriebs Bergener aus: Der betriebszugehörige Zimmermann schuf durch den Austausch beschädigter Balken und das Wiederausmauern einzelner Gefache erst das notwendige Fundament für die anschließende Oberflächenbearbeitung. Dieser enge Schulterschluss zwischen Zimmerer- und Malerhandwerk ermöglichte einen reibungslosen Übergang vom vollständigen Abschleifen der Eichenbalken bis hin zum fachgerechten Systemaufbau.

Fein verzierte halbkreisförmige Elemente gliedern die Fassade und grenzen die Geschosse voneinander ab Fein verzierte halbkreisförmige Elemente gliedern die Fassade und grenzen die Geschosse voneinander ab
Foto: Brillux

Fein verzierte halbkreisförmige Elemente gliedern die Fassade und grenzen die Geschosse voneinander ab
Foto: Brillux
Das Malerteam behandelte die Flächen mit „Lignodur Contrabol Aqua 250“. Kevin Klippstein, Verkaufsberater bei Brillux, erklärt: „Die farblose Imprägnierung dringt tief ins Holz ein, schützt vorbeugend gegen Bläue und Fäulnis und verlängert die Haltbarkeit des Schlussanstrichs. Gerade bei stark bewitterten Fachwerkfassaden ist das ein entscheidender Faktor für deren Langlebigkeit.“  Die Handwerkerinnen und Handwerker verarbeiteten das Holzschutzmittel unverdünnt im Streichauftrag mit einem weichen Pinsel in Faserrichtung. Nach ausreichender Trocknung folgte die Beschichtung mit „Lignodur FlexGuard 871“. Dank ihrer guten Dehnfähigkeit macht die Dispersionslackfarbe die Bewegungen des natürlichen Werkstoffs Holz mit. Gleichzeitig bietet sie einen hohen UV- und Witterungsschutz und sorgt so für dauerhaft stabile Farbtöne.

Präzisionsarbeit mit Pinsel und Silikatfarbe

Feinarbeit am Erker: Mit dem Pinsel und viel Fingerspitzengefühl arbeitete das Team um Tobias Bergener die grün-goldenen Schmucklisenen heraus Feinarbeit am Erker: Mit dem Pinsel und viel Fingerspitzengefühl arbeitete das Team um Tobias Bergener die grün-goldenen Schmucklisenen heraus
Foto: Brillux

Feinarbeit am Erker: Mit dem Pinsel und viel Fingerspitzengefühl arbeitete das Team um Tobias Bergener die grün-goldenen Schmucklisenen heraus
Foto: Brillux
Den Großteil der Balken beschichtete das Bergener-Team in einer dunklen Braunnuance. Rot-, Grün- und Goldtöne setzen an der zur Straße gelegenen Schmuckseite gezielte Akzente. Um die vorhandenen feinen Strukturen der historischen Bauteile präzise nachzuarbeiten, entschied sich das Team für den manuellen Auftrag der Beschichtungen: „Mit der Rolle allein wären wir hier nicht weit gekommen“, sagt Bergener. „Viele Details lassen sich nur mit dem Pinsel sauber nachziehen.“

Den tragfähigen Altanstrich auf den Gefachen überarbeitete das Team in zwei Arbeitsgängen mit „Extrasil 1911“ in schlichtem Weiß. Die matte Fassadenfarbe auf Silikatbasis verkieselt mit dem Untergrund und ist daher hoch wetterbeständig. Zusätzlich entschied sich das Projektteam für die Einstellung in Protect-Qualität. Das reduziert langfristig das Risiko eines Algen- und Pilzbefalls. So bleiben die weißen Flächen dauerhaft sauber.

Fazit

Mit der Sanierung erhielt das Fachwerkhaus nicht nur einen technisch zeitgemäßen Fassadenaufbau, sondern auch seine gestalterische Klarheit zurück. Die sorgfältige Abstimmung von Farbgebung, Material und Ausführung lässt die historischen Details wieder deutlich hervortreten und trägt zugleich zum langfristigen Erhalt der Bausubstanz bei. Das Gebäude fügt sich heute stimmig in das Ortsbild ein.

Autoren

Michael Hilgert ist Produktmanager Lacke/Lasuren und Florian Hölker Produktmanager Dispersionen bei Brillux in Münster.

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 03/2024

Fassade und Dachuntersicht eines Einfamilienhauses in Hauzenberg mit Brillux-Farben gestaltet

Natürliche Farbtöne mit einem sanften Charakter: Das Einfamilienhaus in Hauzenberg von Evelyn Unfried und ihrem Ehemann Daniel steht im Einklang mit der ländlichen Umgebung. Damit diese Optik lange...

mehr
Ausgabe 11/2025

Holzschutz im Außenbereich: So bleiben Bauteile dauerhaft wetterfest

Von Fassade, Terrasse, Carport bis hin zum Dach: Ebenso vielfältig wie die Einsatzbereiche von Holzbeschichtungen sind die Anforderungen an die Bauteile. In der Folge fällt die Auswahl des richtigen...

mehr
Ausgabe 6/2025

Sanierung eines Wohn- und Bürogebäudes mit Fassadenprofilen von Brillux

Fassadenprofile und Zierleisten strukturieren die Fassade, Sprossenfenster ziehen die Blicke auf sich. Das Wohn- und Bürogebäude im Zentrum von Melle wirkt heute fast so, als wäre es gerade erst...

mehr

Wohnhausrenovierung ganzheitlich umgesetzt mit der Dachfarbe „Tec-Up 22“ von Brillux

Ebenerdig, pragmatischer Grundriss, vor allem altersgerecht, aber die Fassade in Rot und Gelb: In der südpolnischen Ortschaft Ligota Dolna war der Bungalow optisch in die Jahre gekommen. Die...

mehr
Ausgabe 9/2025

Sanierung von Putz- und Holzfassaden im historischen Zentrum von Weil der Stadt

Vor allem die Fassaden verleihen der Altstadt von Weil der Stadt ihr Gesicht. Zwischen Kul­turdenkmälern und als erhaltenswert eingestuften ­Gebäuden sollte auch das beliebte Restaurant nahe dem...

mehr